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Die Germanen - Sturm aus dem Norden
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Rom kontra Karthago – Die Punischen Kriege

Titelthema:

Rom kontra Karthago – Die Punischen Kriege




Aus dem Inhalt: Cannae: Roms schwerste Niederlage – Die Handelsmacht: Der Aufstieg Karthagos – Republik im Vormarsch: Roms Aufstieg – Der Zusammenstoß: Konflikte in Sizilien – Enterbrücke und Ehrenwort: Der Erste Punische Krieg – Hamilkar und Söhne – Ins Herz des Feindes: Hannibals Angriff auf Italien – Der Sieger: Scipio besiegt Hannibal – Auf der Flucht: Hannibals letzte Jahre – Das Ende: Karthagos letzter Kampf – Über die Alpen: Auf den Spuren Hannibals


Das aktuelle Thema: Sommerzeit, oder: Wer hat an der Uhr gedreht?
Porträt: Isabella von Kastilien - Königin an der Zeitenwende: Von der "Reconquista" zur "Conquista"
Geschichte im Alltag: Rollend durchs Leben - Vom "Erdschlittschuh" zu den Inline-Sakates


Editorial

den alten Römern in ihrer "expansiven Phase" im Weg zu stehen, ist vielen zeitgenössischen Völkern und Staaten schlecht bekommen. Doch selbst noch innerhalb dieser grimmigen Bilanz schockiert die Art und Weise, wie Rom mit der geschlagenen Rivalin Karthago umgegangen ist. Hatten die Punier nicht ihre Niederlage eingestanden und jedwedem Konkurrenzdenken abgeschworen? Alles, was die afrikanische Handelsmetropole nach 202 v. Chr. wollte, war in Frieden ihrem Leben und ihren Geschäften nachzugehen – im Schutze und ihretwegen unter der Fuchtel Roms… Doch diese Fuchtel wurde mehr und mehr zum Würgegriff, und was Rom in den ersten Jahrzehnten des 2. Jahrhunderts veranstaltete, wurde zum Lehrbeispiel dafür, wie man mit Hilfe eines "Friedensvertrags" den nächsten Krieg sicherstellt, in dem dann dem "Vertragsbrüchigen" endgültig kein Pardon mehr gegeben wird. War es wirklich nur der Schrecken, den das Auftauchen eines vermeintlich unbesiegbaren Heeres vor den Toren Roms ausgelöst hatte, und dessen mögliche Wiederkehr man bis "in die Wurzeln ausrotten" wollte? Oder war es doch die Furcht vor dem Andersartigen, vor den "Orientalen", die die Punier ursprünglich waren – mit fremden Göttern, fremden Gebräuchen und fremden Wertvorstellungen ("Krämergeist" kontra "aufrechtes Römertum")?

Die Abwehr des Andersartigen wirft auch einen Schatten auf die sonst so eindrucksvolle Lebensbilanz unserer "Porträt-Persönlichkeit" in diesem Monat: Die vor 550 Jahren geborene Isabella von Kastilien gehört zweifellos zu den großen Herrscherfiguren nicht nur ihrer Epoche; ihr Beitrag zur Einheit Spaniens und zu dessen folgender Weltmachtstellung war wegweisend. Wegweisend wurde aber auch die Definition Spaniens als eine religiöse und "blutsmäßige" Einheit; die Vertreibung der letzten Mauren und der Juden gehört auch zu Isabellas Bilanz, die auf kulturellem und ökonomischem Gebiet eine vergleichbare Ödnis hinterließ, wie sie die Mittelmeerwelt nach den Punischen Kriegen erfuhr.

Hintergründe und Geschichte der Einführung der Sommerzeit sind Gegenstand unseres aktuellen Teils, und dahinter steht natürlich die Frage der Zeitmessung überhaupt.

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