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Die Hex muss brennen! – Zauberglaube und Hexenjagd in der Geschichte

Titelthema:

"Die Hex muss brennen!" –
Zauberglaube und Hexenjagd in der Geschichte




Aus dem Inhalt: Teufelsdiener: Der Prozess gegen Nikolaus Fiedler – Mythos Hexe – Im Teufelspakt: Das Urbild der Hexe – Weise Frauen: Hebammen und Heilerinnen – Hexenjäger: Ketzerjagd der Inquisitoren – Hexenzeit – Kraft des Bösen – Das Verhör: Vernehmung, Folter, Urteil – Gegenzauber – Die Hexen von Salem – Böse Hexe, guter Zauberer: Märchen, Literatur und Film – Erlebte Geschichte: Wo die Scheiterhaufen brannten – Chronique scandaleuse: Der Fall Plum


Das aktuelle Thema: Zwei Mal Ost-Erweiterung
Porträt: Nikolaus von Kues – Eine Stimme der Kirchenreform
Geschichte im Alltag: Der Staubsauger - 100 Jahre im Dienste der Hygiene


Editorial

Der Glaube an Menschen mit magischen Fähigkeiten, die diese zum Schaden anderer verwenden, ist uraltes Erbe der Menschheit. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erlebte der Hexenwahn im Abendland seine erschreckendste "Blütezeit". Das Ergebnis war eine Hexenjagd, die Zehntausende auf den Scheiterhaufen brachte. Bei Hintergründen und Verlauf dieses im wörtlichen Sinne "wahnsinnigen" Phänomens spielten viele Faktoren eine Rolle. Die Scheiterhaufen sind inzwischen erloschen, Hexenglaube und Hexenkult dagegen noch lange nicht.

Die demokratisch gewordenen Staaten im Osten Europas klopfen heute an die Türe der europäischen Union. Vor 1000 Jahren standen ihre "Vorfahren" in einer ähnlichen Situation: Zum Christetum bekehrt, wurden sie Teil des Abendlandes.

Wäre er nicht Kardinal gewesen, man hätte Nikolaus von Kues vielleicht als Ketzer verbrannt. Doch so hatte er die Freiheit, kühne Gedanken zu formulieren: von der Unendlichkeit des Universums, aber auch von der natürlichen Freiheit des Menschen…

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