| Titelthema: Der unheilige Krieg – 3000 Jahre Glaubenskampf und Terrorismus
Aus dem Inhalt: Im Namen ihres Gottes – Tod den Götzendienern – Krieger und Propheten – "Gott will es": Kreuzzüge des Abendlandes – Guerilla-Krieg – "Kampf dem System": Der politische Terrorismus der 1970er-Jahre – Zurück zu Mohammed?: Der Aufstieg des Islamismus – Das Pulverfass: Palästina/Israel – Gottesstaat und Allahs Krieger: Schlachtfeld Afghanistan – Erlebte Geschichte: Die Wurzeln des Islamismus am Beispiel West-Afrika
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Das aktuelle Thema: 50 Jahre Queen Elisabeth II. Porträt: Charles A. Lindbergh - Vom Volkshelden zum Medienopfer Geschichte im Alltag: Süßes Gold - Der Rübenzucker Editorial
unter dem unmittelbaren Schock der Anschläge vom 11. September 2001 war es für die Historiker schwierig, ihrem Beruf nachzugehen, nämlich Zusammenhänge aufzuzeigen, Parallelen zu erschließen und nach Ursachen – auch für das Unfassbare – zu suchen. Dafür muss man die beiden Grundthemen, die bei diesem Massenmord zum Tragen kamen, durchleuchten und zusammenführen: Terrorismus und Glaubenskampf. Beide haben ganz offensichtlich die gleiche "Ur-Sünde" als Triebfeder: die Selbstgerechtigkeit, die Bereitschaft, die eigene Interpretation der Welt höher anzusetzen als alle Gesetze Gottes und der Menschen. Dieses Grundmuster zu erkennen und mit den – leider allzu vielen – historischen Beispielen zu belegen, soll auch einen Beitrag dazu liefern, die raschen und pauschalen Schuldzuweisungen zu relativieren, die seit dem 11. September wie Sauerbier angeboten werden. Ist "der Islam" die Ursache dieser Gewaltbereitschaft? Nun, an christlichen u. a. Gewaltexzessen gegenüber "Ketzern" und "Ungläubigen" herrscht in der Geschichte wahrlich kein Mangel! Liegt der Schwarze Peter dann bei der Religion an sich? Nun, allein im 20. Jahrhundert haben atheistische Weltanschauungen mit höchst diesseitigen Zielen mehr Menschen umgebracht als alle "Gotteskrieger" zuvor… Der blindwütige Wahn, für sein eigenes Ideal über Leichen zu gehen, ist ein zeitloses Phänomen, und seine (Ver-) Führer werden immer eine Fahne finden, in deren Namen sie töten und sterben lassen.
Wie man Krisen meistert und schwierige Phasen des Übergangs mit Würde betrachtet, dafür bietet Queen Elizabeth II. ein respektables Beispiel. Die gleiche Würde und Respektabilität findet sich allerdings nur selten in der übrigen Windsor-Familie, was für die Zukunft der britischen Monarchie wenig Gutes verheißt.
Probleme im Umgang mit gewaltigem Medieninteresse hatte auch Charles Lindbergh, der erste Solo-Atlantik-Flieger. Die Entführung und Ermordung seines Babys wurde ein bitterer Preis für seinen Ruhm, der dann allerdings auch unter einen politischen Schatten geriet.
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