| Titelthema: Die Macht der Liebe – Berühmte Paare
Aus dem Inhalt: Himmelslust und Höllenpein: Die Affären des Zeus – Liebe und Politik: Caesar und Cleopatra – Verbotene Liebe: Die Geschichte von Abaelard und Heloise – Liebe und Tod: Romeo und Julia – Liebe und Verrat: Hernán Cortéz und Malintzin – Stein gewordene Liebe: Shah Jahan, Mumtaz und das Taj Mahal – Kaiserliche Affäre: Karl V. und Barbara Blomberg – Dichtung und Liebe: Bettine und Achim von Arnim – "Freie Liebe": George Sand und ihre Männer – Liebe und Staatsraison: Edward VIII. und Wallis Simpson – Love and Flowerpower: John Lennon und Yoko Ono – Erlabte Geschichte: Ludwig und die Frauen
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Das aktuelle Thema: 350 Jahre Quäker Porträt: Liselotte von der Pfalz - Zeitzeugin mit spitzer Feder: Hinter den Kulissen von Versailles Geschichte im Alltag: Ein Freund fürs Leben - Der Teddybär Editorial
Was hat ein Thema wie "Liebespaare" (und -"affären") in seriöser Geschichtsdarstellung zu suchen? Das Problem dabei ist nun sicher nicht die Frage von Moral bzw. Unmoral, sondern die nach der historischen Zuverlässigkeit der Überlieferungen: Bei einem Thema, das den privatesten Bereich – im körperlichen wie im emotionalen Sinn – der Menschen berührt, ist es nahezu unmöglich, die "objektive Wahrheit" zu ermitteln, die den Historikern so sehr am Herzen liegt. So wimmelt es bezüglich des Liebeslebens historischer Persönlichkeiten auch nur so von Gerüchten, Erfindungen und Spekulationen, von Skandalösem und Sensationellem, von Lügen und Legenden. Doch um zu verstehen, dass Geschichte zu allen Zeiten Menschen wie Dich und mich betraf, dazu benötigen wir das Wissen um alle Facetten ihres Lebens – auch und gerade um die ganz persönlichen…
Eine ganz andere Frage stellen uns die Jubilare unseres aktuellen Teils: Warum bildet die "Gesellschaft der Freunde"- im allgemeinen Sprachgebrauch "Quäker" genannt – eine so kleine christliche Glaubensgemeinschaft? Dabei vertreten die Quäker doch Ansichten und Lebensprinzipien, die ganz im Geiste der heutigen Zeit stehen: der Vorrang der individuellen Gotteserfahrung, die Ablehnung hierarchischer Strukturen, uneingeschränkte Toleranz und Pazifismus, das konsequente Eintreten für die Grundrechte und die Gleichheit aller Menschen: Und doch folgen heute nur eben eine Viertelmillion Frauen und Männer dem Vorbild von George Fox, William Penn & Co. Oder könnte es sein, dass eine Religion, die keine Abgrenzungen predigt, die ausdrücklich zur Duldung Andersdenkender auffordert und die nicht das Gefühl des Auserwählt- (und damit "Besser-als-die-anderen-") Seins vermittelt, zu wenig Anziehungskraft ausübt?
"Anders" als die geschniegelten Hofschranzen erschien am Hofe Ludwigs XIV. dessen Schwägerin, Liselotte von der Pfalz. Sie sah daher das Treiben zu Versailles auch mit anderen Augen, und glücklicherweise hat sie uns ihre Eindrücke schriftlich hinterlassen…
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