| Titelthema: Siedler, Denker und Tyrannen – Die Griechen in Italien
Aus dem Inhalt: Der Tod der Schlemmer – Zu neuen Ufern: Die griechische Kolonisation – Odyssee im Mittelmeer – Die Tyrannen – Dionysios, der böse Geist Siziliens – Eine Chance für Platon – Syrakus muss fallen! – Sagenhaftes – Erlebte Geschichte: Selinunt oder die Erhabenheit der Ruinen – Chronique scandaleuse: Sizilien wird geplündert
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Das aktuelle Thema: Welt am Abgrund – Die Kuba-Krise 1962 Porträt: Richard III. von England - Shakespeares Schurkenkönig – Kindermörder oder Rufmord-Opfer? Geschichte im Alltag: Das Welt-Frühstück - Die Flocken des Dr. Kellogg Editorial
Sie waren überschaubar, dynamisch und erfolgreich, die Stadtstaaten der alten Hellenen, die sich im frühen ersten Jahrtausend v. Chr. ausbildeten. Sie waren allerdings auch klein und hatten wenig Expansionsmöglichkeiten – es sei denn, ein Teil der Bevölkerung packte seine Habe auf Schiffe und gründete anderswo Kolonien. Populär waren bei diesen Auswanderern bald Sizilien und Süditalien, und so wurden diese Gebiete gut fünf Jahrhunderte lang auch von griechischer Kultur geprägt. Und tatsächlich fanden sich in diesem neuen "Großgriechenland" alle Aspekte hellenischer Zivilisation: Denker und Philosophen ebenso wie Künstler und Kaufleute, Demokraten und Tyrannen von der gutwilligen wie von der grausamen Art…
Das Ende aller Zivilisation schien im Oktober 1962 gekommen, denn da schien die Welt endgültig in die Katastrophe zu stürzen, für die seit dem Beginn der Atomrüstung die grimmige Bühne bereitet war: Die Großmächte USA und UdSSR richteten ihr ganzes Vernichtungspotenzial gegeneinander, und der Auslöser waren Raketen, die die Sowjets bei ihrem karibischen Verbündeten, Kuba unter Castro, stationiert hatten und die die USA in ihrem "Hinterhof" nicht dulden wollten. Die Krise war mit Glück und Geschick nach ein paar Tagen gelöst – nur Kuba leidet bis heute unter dem Stigma des "Erzfeindes".
Ein "Erzschurke" bevölkert seit über 400 Jahren die Bühnen: Richard III. von England. Für Charakterschauspieler ist der zynisch-skrupellose Krüppel, der sich mit Mord und Intrigen den Weg zum Thron bahnt, eine Traumrolle. Doch wie viel ist an diesem düsteren Image Shakespeares Dichtung? War Richard von Gloucester tatsächlich ein Monstrum und Kindermörder? Die Historiker streiten sich bis heute, ob der König nun ein Schurke oder Verleumdungsopfer war…
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