| Titelthema: Dukaten, Dogen, Casanova – Die Geschichte Venedigs
Aus dem Inhalt: Der Flug des Markuslöwen – Die Erinnerungen des Giacomo Casanova – Hochzeit mit dem Meer – Im Licht der Lagune – Das ewige Fest – Tod in Venedig
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Das aktuelle Thema: 60 Jahre nach Stalingrad Porträt: Sophie und Hans Scholl - Protest des Gewissens – Die Flugbätter der "Weißen Rose" Geschichte im Alltag: Zahnpasta und Zähneputzen Editorial
Der "Umzug" auf die Laguneninseln am Nordende der Adria war eine Flucht vor den unruhigen Zeiten der Völkerwanderung gewesen, doch es dauerte nicht lange, bis die "Veneter" die Vorteile ihrer ungewöhnlichen Heimstatt erkannten, vor allem, was die Beteiligung am Seehandel betraf. Und als man mit dem heiligen Markus noch einen attraktiven Schutzpatron gefunden hatte, war der Weg frei für die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte der Republik Venedig. Sie schenkte ihren Mächtigen üppigen Wohlstand und der Mit- und Nachwelt einen solchen Reichtum an Kunst, Kultur und Komödien – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne -, dass dieser Glanz den politischen Niedergang bis heute überstrahlt.
Am 2. Februar 1942 war sie endlich vorbei, die schrecklichste Schlacht des europäischen Weltkriegs. Fünf Monate lang hatten sich die Wehrmacht und die Rote Armee einen verbissenen Kampf um die Schlüsselstellung an der Wolga geliefert, deren Besitz von Hitler und Stalin gleichermaßen zum "unaufgebbaren" Symbol erklärt worden war. Die Sowjets konnten zuletzt einen Sieg feiern – doch auch ihre Verluste zählten an die Hunderttausende. Für die Deutschen hingegen wurde Stalingrad der Anfang vom Ende.
Es war auch der sinnlose Blutzoll bei Stalingrad gewesen, der die Münchner Widerstandsbewegung der "Weißen Rose" am 18. Februar 1943 zum fatalen Schritt in die Öffentlichkeit provozierte. Ihre Flugblätter gegen den Krieg und den unseligen "Führer" führten die Gestapo dann rasch zu den Geschwistern Scholl und ihren Freunden und diese aufs Schafott.
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