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Der rote Zar – Die Sowjetunion unter Stalin

Titelthema:

Der rote Zar – Die Sowjetunion unter Stalin




Aus dem Inhalt:
Duell im Kreml: Stalin kontra Trotzki – Josif, der Georgier – Der Streit der Ideologen – Die große Säuberung – Der Kriegsherr – Der Eiserne Vorhang fällt – Zarendämmerung


Das aktuelle Thema: 150 Jahre van Gogh
Porträt: Elisabeth I. von England - Weiblichkeit und Politik – Der Aufstieg des Inselreichs
Geschichte im Alltag: Vom Laufrad zum Drahtesel - Die Geschichte des Fahrrads


Editorial

nach Revolution und Bürgerkrieg hatte sich die Sowjetunion als sozialistischer Staat soeben etwas stabilisiert, als der "Gründervater" Lenin 1924 starb. In seinem Testament warnte er seine Mitarbeiter vor dem Ehrgeiz und der Brutalität des Genossen Stalin, doch dann war es genau dieser Georgier Josif Dschugaschwili, dem der Griff zur Macht gelang. Und dieser Griff war "aus Stahl" – die Russen und die anderen Völker der Sowjetunion sahen sich der Herrschaft eines "roten Zaren" unterworfen, dessen rücksichtslose Selbstbezogenheit alle Iwans, Peters und Alexanders in den Schatten stellte. Durch Säuberungen, Welt- und Kaltem Krieg hindurch zitterten Millionen innerhalb und außerhalb seines Machtbereichs dem Tag entgegen, an dem Stalin vor 50 Jahren die Augen schloss.

Vor 150 Jahren wurde in der niederländischen Provinz Breda ein Pfarrersohn geboren, der sich 37 Jahre später in geistiger Umnachtung das Leben nahm, das er seiner nahezu besessenen Auseinandersetzung mit der Malkunst gewidmet hatte. Verkauft hat Vincent van Gogh zu Lebzeiten nur ein einziges seiner Bilder; gelangt heute eines davon in eine Kunstauktion, ist ein neuer "Rekordpreis" garantiert – ein Phänomen, das uns ebenso viel über den Maler van Gogh wie über den heutigen Kunsthandel verrät.

Dass Elisabeth ihre Thronbesteigung 1558 überhaupt erlebte, war ein kleines Wunder angesichts der unruhigen Tudor-Herrschaft in England. Doch dann erwies sich die Tochter Heinrichs VIII. und der Anna Boleyn als politisches Naturtalent. Sie verstand es, auch ihre Weiblich- bzw. "Jungfräulichkeit" als Waffe im Machtspiel ihrer Zeit einzusetzen, aus dem ihr England als kommender "Global Player" hervorging.

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