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Kaiserdämmerung – Die k. und k. Monarchie

Titelthema:

Kaiserdämmerung – Die k. und k. Monarchie




Aus dem Inhalt:
Die ungarische Krönung – Vielvölkerstaat in der Krise – Die Traumhochzeit – Der kaiserliche Bürokrat – Schmelztiegel Wien – Die wahre Sisi – Kronprinzentragödie – Sarajewo – Erlebte Geschichte: Kunst, Kultur und Kaffeehaus


Das aktuelle Thema: 300 Jahre St. Petersburg
Porträt: Henri Dunant - Der Vater des Roten Kreuzes
Geschichte im Alltag: Der Würzklassiker - Julins Maggi und seine Soße


Editorial

Im Jahr 1848 schien die Donaumonarchie der Habsburger am revolutionären Ende zu sein. Doch mit dem geschickten Schachzug, den jungen Kaiser-Neffen Franz Joseph auf den Thron zu erheben, schickten die Mächtigen zu Wien die rettende Botschaft eines Neubeginns aus. Und als Franz Joseph wenig später die schöne Elisabeth (Sisi) aus Bayern heiratete, schien der Habsburger-Himmel endgültig voller Walzergeigen. Die Traumhochzeit führte allerdings zu keiner Traumehe; die Schatten über der Kaiserfamilie wurden länger und düsterer, und die vielen ungelösten Probleme innerhalb der kaiserlich und königlichen Monarchie wurden mehr und mehr nur noch durch ein "Durchwursteln" leidlich unter Kontrolle gehalten – bis in Sarajewo Schüsse fielen…

Es war ein Signal der besonderen Art, als Peter I., Zar aller Reußen, im Narwa-Sumpf am Finnischen Meerbusen den Grundsein für eine neue Stadt legte: "St. Petersburg" sollte das Fenster seines Riesenreiches zum vom Zaren bewunderten Westen werden. Bis zur Revolution regierten dann Peters Erben von dieser Stadt aus, die auch als "degradiertes" Petro- bzw. Leningrad ein Brennpunkt der russischen Geschichte blieb, bis sie mit dem alten Namen auch ihre alte Funktion als "Fenster zum Westen" zurückerhielt.

Der junge Bankier Henri Dunant aus Genf kam 1859 eher zufällig am mit Toten und Verwundeten übersäten Kampfplatz von Solferino vorbei. Vom Schicksal der im Stich Gelassenen zutiefst schockiert, regte er die Abschlüsse internationaler Konventionen zum Schutz der Verwundeten an und schuf auch die Organisation, die dies überwachen und organisieren sollte: das "Rote Kreuz".

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