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Kampf um Troia – Die Kriege der Achäer und der Archäologen

Titelthema:

Kampf um Troia –
Die Kriege der Achäer und der Archäologen



Aus dem Inhalt: Der Zorn des Achilleus – Der große Kreis – Schliemanns Schatz – Die Neider – Frühe Griechen – Zeuge Homer – Wilusa/Ilios – Der Angriff – Groß-Troia in der Bronzezeit? – Schlagzeile Troia – Erlebte Geschichte: Besuch bei Priamos


Das aktuelle Thema: Nordkorea - Der "Schurkenstaat" mit der Atombombe – Die geteilte Insel
Porträt: Alexander VI. Borgia - Ein Monstrum auf dem Papstthron?
Geschichte im Alltag: Die Ehre am Kragen - Die Krawatte


Editorial

Als literarischer Schauplatz war Troia alias Ilion durch Jahrtausende allgegenwärtig – wer kannte nicht die Geschichten um Paris und Helena, Achill und Hektor, um Agamemnon, Odysseus und das "Troianische Pferd"? Die Antike war sich dabei um den geografischen Ort der Sagen völlig klar; erst danach versank "Priamos' Burg" im mythischen Dunkel. Es bedurfte des leidenschaftlichen Amateur-Archäologen Heinrich Schliemann, der – mit dem Homer in der Hand – den Hügel von Hisarlik wieder als das historische Troia etablierte. Schliemann fand freilich mehr als er gesucht hatte – zahlreiche "Troias", die über 3000 Jahre hinweg auf dem Hügel errichtet worden waren, und massive Anfeindungen der archäologischen Fachwelt. Das Urteil über Schliemanns Wirken ist inzwischen sehr viel sachlicher geworden; die vielen Troias und ihre jeweilige Bedeutung liefern freilich noch immer Anlass zu höchst hitzigen Forscherkriegen…

Als US-Präsident Bush seine berühmt-berüchtigte "Achse des Bösen" präsentierte, da wäre Nordkorea wohl sehr überrascht gewesen, nicht zu den "Schurkenstaaten" zu zählen. Das Regime in Pjöngjang – ein ebenso eigenwilliges wie eigenartiges "spätstalinistisches Familienunternehmen" – tut auch alles, um sich außerhalb der Völkergemeinschaft zu stellen. Es verschanzt seine (ver-)hungernde Bevölkerung hinter dem letzten Eisernen Vorhang und bastelt ungeniert an Massenvernichtungswaffen.

Bei seiner Wahl zum obersten Hirten der Christenheit wurde der beliebte Kardinal Rodrigo Borgia noch gefeiert, und als Politiker und Mäzen erwarb er sich auch als Papst Alexander noch seine Meriten. Doch er trieb die Seuche der Renaissance-Päpste, den hemmunglosen Nepotismus, zu solch moralfreien Exzessen, dass sein Name zum Synonym der Verderbtheit schlechthin wurde.

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