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Kaiser des Abendlands – Karl d. Gr. und sein Reich

Titelthema:

Kaiser des Abendlands – Karl d. Gr. und sein Reich



Aus dem Inhalt: Der neue Augustus – Vom Hausmeier zum "Hammer" – Eine Krone für Pippin – Karl der Eroberer – Gekrönte Tauben – Der "Sachsenschlächter" – Der "Fall Tassilo" – Recht und Ordnung – Der Hof der Gelehrten – Ein Löwe im Winter


Das aktuelle Thema: Verwüstetes Kulturerbe - Versuch einer Kriegsbilanz im Irak
Porträt: Kaiser Trajan - Die Grenzen des Imperiums
Geschichte im Alltag: Die Glühbirne - Quelle der Erleuchtung


Editorial

Aus recht bescheidenen Anfängen hatte sich das Reich der Franken im Raum zwischen der Nordsee und den Alpen, von den Pyrenäen bis zur Elbe als junge Großmacht durchgesetzt – und das, obwohl die herrschende Dynastie der Merowinger mehr Skandale und Schwächlinge als kraftvolle Herrscherpersönlichen hervorbrachte. Die tatsächliche Macht im Lande übten daher die Inhaber des Amtes des königlichen "Hausmeiers" aus, und hierin brachte die Familie der Arnulfinger eine ganze Reihe "starker Männer" hervor, bis Pippin, genannt der Jüngere, sich 751/52 die Krone sicherte. Sein Sohn Karl führte das Reich dann zum Höhepunkt seiner inneren und äußeren Blüte. Er bezog auch Italien in sein Imperium ein, und als unangefochtener Herr des Abendlands konnte er dann auch den Anspruch auf den dortigen Kaiserthron erheben, der seit über 300 Jahren verwaist war.

Der rasche Sieg, den die von den USA geführte Anti-Saddam-Koalition im März dieses Jahres über den Irak errang, brachte mehr als einen bitteren Beigeschmack mit sich. Besonders empörte sich die Weltöffentlichkeit über die Plünderungen ungeschützter Kulturschätze des alten Zweistromlandes. Ihr Umfang und die tatsächlich angerichteten Schäden sind seither Gegenstand neuer Kontroversen; wir versuchen, in direktem Kontakt mit den Betroffenen, eine aktuelle Zwischenbilanz zu erstellen.

Nach dem gewaltsamen Ende des Kaisers Domitian sah sich der Nachfolger, der alte Senator Nerva, vor dem Problem, einen fähigen Erben zu finden. Seine Wahl fiel auf den spanischen General Trajan, den er kurzerhand adoptierte, womit er er eine sehr erfolgreiche neue Auswahl-Methode kreierte. Unter Trajan erreichte das Römische Reich dann auch seine größte Ausdehnung.

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