| Titelthema: Großmacht, Weltmacht, Supermacht – Die USA seit 1917
Aus dem Inhalt: Mr. Smith zieht in den Krieg – Die zögerliche Weltmacht – Ein neuer "Way of life" – Krieg und Frieden – Zwei Blöcke – Die Eroberer – Der Hinterhof – Krise und Zweifel – Spiel, Satz und Sieg – Der Weltpolizist – Die Über-Macht?
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Das aktuelle Thema: Abschied von Kap Horn - Das Ende einer Seefahrtslegende Porträt: Bonifaz VIII. - Aufstieg und Fall eines Papstes Geschichte im Alltag: 150 Jahre Knabberspaß - Die Kartoffelchips Editorial
Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte die expansive Dynamik der Vereinigten Staaten die Grenzen des eigenen Territoriums ausgefüllt. Würden die USA sich nun an die Logik ihrer "Monroe-Doktrin" halten und auf den eigenen Kontinent beschränken oder zum politischen und wirtschaftlichen "Global player" aufsteigen? Auf Letzteres deuteten schon erste koloniale Unternehmungen; das Schlüsselereignis brachte aber das Jahr 1917, als die USA in den "Großen Krieg" der Europäer eingriffen – unter der Fahne moralischer Überlegenheit und als Bringer von Demokratie und Freiheit. Trotz einiger Rückzüge in die Festung des Isolationismus haben die USA seither diese Fahne nie wieder eingerollt. Die eigenen Stärken wie die system-immanenten Schwächen ihrer Gegner haben zu Beginn des 21. Jahrhunderts dazu geführt, dass die USA auf dem "Spielfeld" der Weltpolitik die Rolle des Stürmers, des Verteidigers und des Schiedsrichters zugleich in Anspruch nehmen können…
Sie war immer das größte Abenteuer der Seefahrt gewesen: die Umrundung des sturmumpeitschten Kap Horn zwischen Südatlantik und Südpazifik. Auch für Dampf- und Motorschiffe blieb und bleibt sie gefährlich genug – die wahre Herausforderung war aber die Reise auf einem Segelschiff. Kein Wunder, dass die Fahrensleute, die dies schafften, einen eigenen Klub der "Kap Horniers" gründeten – und kein Wunder auch, dass sich in diesem Jahr der Klub mangels Nachwuchses auflösen musste. Ein Kapitel Seefahrtslegenden ist damit für immer geschlossen.
Zwei Jahrhunderte lang hatten Kaiser und Papst um die geistige und politische Führung des Abendlandes erbittert gekämpft. Mit dem Ende der Staufer schien der Weg frei für den Triumph des Papsttums, das Bonifaz VIII. in letzter Konsequenz durchsetzen wollte. Dabei übersah der Papst jedoch, dass er längst gegen einen neuen, viel gefährlicheren Gegner anzutreten hatte, nämlich die Königsmacht eines "modernen" Nationalstaats…
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