| Titelthema: "Hier stehe ich…" – Luther und die deutsche Reformation
Aus dem Inhalt: Reformstau: Das Reich um 1500 – Der neue Geist – Der Mönch aus Wittenberg – Mitstreiter, Gegenspieler – Fürstenmacht – Aufstand der Ritter – Der Bauernkrieg – Nonnen auf der Flucht – Das Gottesreich zu Münster – Die neue Kirche – Krieg im Reich – Waffenstillstand – Torgau und die Sächsische Landesausstellung
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Das aktuelle Thema: Wie man Präsident wird… Die Wahl des "ersten Bürgers" Porträt: Katharina II. d. Gr. - Die Zarin aus Zerbst Geschichte im Alltag: Das T-Shirt - Von drunter nach drüber Editorial
Es waren zunächst die Auseinandersetzungen mit den eigenen Glaubenszweifeln, die den Wittenberger Theologieprofessor und Augustinermönch Martin Luther 1517 veranlassten, 95 Thesen zur Ablassfrage zu verkünden. Rasch zeigte sich aber, dass Dr. Luther damit in ein Wespennest aktueller religiöser und politischer Fragen gestochen hatte, und die ausschwärmenden "Wespen" ließen sich nicht wieder einfangen. Es war die Rückendeckung einer rasch anwachsenden kritischen Öffentlichkeit, die Martin Luther zur Symbolgestalt einer Reformationsbewegung werden ließ, die nicht nur auf jenseitige Fragen beschränkt blieb. Auch das soziale Gewebe der Zeit und die Verfassung des Heiligen Römischen Reiches sahen sich herausgefordert, und als Martin Luther 30 Jahre nach seinem Thesenanschlag starb, hatte sich das Gesicht Deutschlands nachhaltig verändert.
Alle fünf Jahre tritt in Berlin eine Institution zusammen, die nur für diesen einen Zweck besteht: den Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland zu wählen. Warum die Wahl des Staatsoberhauptes dieser "Bundesversammlung" überlassen bleibt, und welche Aufgaben und Kompetenzen der "erste Bürger des Landes" (eine "erste Bürgerin" hat es bislang nicht gegeben) besitzt, all das sind Reflexionen der Erfahrungen, die die erste deutsche Republik mit ihren Präsidenten gemacht hatte.
Sie war gewiss keine große Partie für den zukünftigen "Zaren aller Reußen", die kleine Sophie von Anhalt-Zerbst, doch als sie sich erst einmal in Russland zurechtgefunden hatte und ihren unfähigen Gatten los geworden war, wurde aus dem deutschen Duodez-Prinzesschen eine Zarin von eigenen Gnaden, der schon die Zeitgenossen den Respekt nicht verweigern konnten.
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