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Der Sonnenkönig – Ludwig XIV. von Frankreich und seine Zeit

Titelthema:

Der "Sonnenkönig" – Ludwig XIV. von Frankreich und seine Zeit



Aus dem Inhalt: Hinter der Fassade von Schloss Versailles – Die Wegbereiter – "Der Staat bin ich!" – Geld regiert die Welt – Königsruhm in Übersee – Königliche Verhältnisse – Eine Bühne für die Sonne – Chronique scandaleuse: Die Pulver der Marquise – Königlicher Räuber – Gute Zeiten, schlechte Zeiten in der Provinz – Ein König, ein Gesetz, ein Glaube – Sonnenuntergang


Das aktuelle Thema: Der Papst aus dem Osten - Johannes Paul II.
Porträt: Friedrich Schiller - Vom Rebellen zum Klassiker
Geschichte im Alltag: Bekenntnis am Finger - Der Ring


Editorial

Aus den Wirren der Religionskriege hatte Frankreich nur ein starkes Königtum befreien können, und die neue Bourbonendynastie blieb entschlossen, die "absolute" Vorherrschaft der Krone gegen alle Konkurrenten durchzusetzen. Für Ludwig XIV. bedeutete dies die Inszenierung seiner Herrschaft sowie seines eigenen Lebens als pausenlose "Show", für die er mit dem Schloss von Versailles eine eigene und einzigartige Bühne schuf. Das Leuchten dieser neuen "Sonne" überstrahlte bald nicht nur ganz Frankreich, sondern ganz Europa. Die tiefen Schatten, die so viel Licht im Leben der weniger Privilegierten und der vielen Kriegsopfer verursachte, wurden freilich schon in den letzten Lebensjahren des "Sonnenkönigs" sichtbar.

Als Papst Johannes Paul II. am Samstag nach Ostern den Hirtenstab für immer aus der Hand legte, war nicht nur eines der längsten Pontifikate in der Geschichte der katholischen Kirche zu Ende gegangen. Der Papst aus Polen hatte auch das Verständnis seines Amtes und das politische Antlitz der Welt verändert.

Als aufmüpfiger Militärarzt begann Schiller seine Dramatiker-Karriere. Sie brachte ihm zu Lebzeiten nur bescheidene Ehren und wenig materiellen Gewinn, doch nach seinem Tod stieg er in den deutschen Dichterolymp auf; ein "Klassiker", dessen wortmächtige Sprache bis heute beeindruckt.

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