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Peter der Große – Russlands Blick nach Westen
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Titelthema:

Peter der Große – Russlands Blick nach Westen



Aus dem Inhalt: Der Zar als Zimmermann – Russlands Auferstehung: Die Romanows – Jugendjahre eines Zaren – Die "Große Gesandtschaft" – Der Bart muss ab! – Der neugierige Zar – Russlands Weg zur Seemacht – Der Nordische Krieg – St. Petersburg – Orientalische Träume – Tod im Zarenhaus


Blickpunkt: Das Todesfloß - Der Untergang der Fregatte "Medusa"
Porträt: Marilyn Monroe - Glamour, Liebe, Macht und Tod
Serie: Elite-Einheiten - Mythos und Geschichte - Teil 6: Die Spartaner – der Krieger-Staat
Geschichte im Alltag: Anschluss gefunden - Das Telefonbuch


Editorial

Dass man sich im Moskauer Intrigenspiel nur mit Härte behaupten konnte, das hatte der Romanow-Sprößling Peter früh erfahren, und Härte blieb auch seine Maxime sobald er Zar geworden war. Er verordnete seinem Reich eine radikale Reformpolitik. Dazu gehörte auch die Gründung einer neuen Hauptstadt, St. Petersburg, der Bau einer Flotte und eine Außenpolitik, die dem Russischen Reich eisfreie Häfen sichern sollte. Unermüdlich trieb Peter seine Untertanen auf dem "westlichen" Weg voran; er holte Experten ins Land und schnitt im doppelten Sinn alte Bärte ab. Doch das Riesenreich war nicht so leicht zu bewegen, und so hinterließ Peter bei seinem Tod ein unvollendetes Reformwerk.

Dass eine französische Fregatte auf den Sandbänke vor der westafrikanischen Küste auf Grund lief, konnte passieren. Doch erst Inkompetenz führte zu der menschlichen Tragödie, die auf dem Theodor Guéricaults Gemälde "Das Floß der Medusa" für immer festgehalten wurde und die das restituierte Königreich der Bourbonen in eine tiefe Krise stürzte.

Das Mädchen aus den Kinderheimen suchte Glamour und fand ihn in Hollywood. Sie begegnete der Macht und sie fand den Tod. Was Marilyn Monroe zeitlebens vergeblich suchte, das waren Liebe und Geborgenheit.

Eine Armee, die sich einen Staat hält – dieses Konzept wurde zum ersten Mal und am konsequentesten vom griechischen Volk der Lakedämonier praktiziert. So schlagkräftig wurde die "Volks-Armee", dass die Hauptstadt Sparta auf Mauern verzichten konnte. Die Schattenseiten dieser Erfolgsstory waren freilich Unterdrückung und nicht nur militärische Uniformität.

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