| Titelthema: Kaiser Wilhelms Kolonien – Deutschlands Traum vom Weltreich
Aus dem Inhalt: Der Traum vom "neuen Deutschland" – Die Vision des Adolf Lüderitz – Kaisers Reich in Übersee – "Herrenmenschen" und "Kanaken" – Freund der "Wilden" – Kautschuk, Kakao und Kaiserhymne – Zwischen Wurst und Wüste: Alltag in den Kolonien – Aufstand der "Maji-Maji" – Der Sieg der fremden Teufel – Streit um Samoa – Aufbruch zum Südpol – Ein Reich zerfällt – Porträts: Gustav Nachtigal, Alfred Graf Waldersee
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Blickpunkt: Der abgesperrte Kontinent - Napoleons Kolonialsperre gegen Großbritannien 1806 Porträt: Roald Amundsen - Sieger am falschen Pol Serie: Menschen und Monumente - Teil 2: Die Akropolis – Zum Ruhm der Göttin Athene Geschichte im Alltag: Der Pyjama Editorial
Frisch vereint und mit der Kaiserkrone versehen, forderte das junge Deutsche Reich seinen "Platz an der Sonne". Im Zeitalter des Imperialismus war das ganz wörtlich zu verstehen: Auch die Deutschen verlangten nun ihren Anteil an Kolonien in den – wie es damals hieß – "herrenlosen" Ländern in den Tropen. Gegen den Widerstand des alten Reichskanzlers Bismarck hatten Kaufleute und Kolonialstrategen ab 1884 die Errichtungen von deutschen "Schutzgebieten" durchgesetzt. Sie mussten sich jedoch mit dem zufrieden geben, was die älteren Kolonialmächte übrig gelassen hatten. So entstand ein zersplittertes Herrschaftsgebiet von Westafrika bis Samoa. Diesen kolonialen Flickenteppich zu beherrschen und wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen, überforderte das Reich rasch, und die Erwartungen an das "neue Deutschland" erfüllten sich nie. Neben einigen Erfolgen erlebten auch die deutschen Kolonialherren ihre schweren Krisen, und als es zum Krieg der Großmächte kam, standen sie auf verlorenem Posten – auch wenn 1918 des Kaisers letzte Kämpfer Tropenuniformen trugen.
Nachdem Napoleon England militärisch nicht in die Knie zwingen konnte, verhängte er im November 1806 den Wirtschaftsboykott der "Kontinentalsperre". Aber wie so oft in der Geschichte wurde diese Maßnahme zum Eigentor.
Der große Ehrgeiz des Norwegers Roald Amundsen war es, als erster Mensch den Nordpol zu erreichen. Als ihm dort einer zuvorgekommen war, änderte er seinen Kurs nach Süden und wurde in einem dramatischen Wettluaf der Sieger am anderen, für ihn "falschen" Pol.
Eine "Akropolis" (Burg) hatten viele Städte Griechenlands, doch keine wurde so berühmt wie jene von Athen. Es war die Initiative des Staatsmanns Perikles, die in wenigen Jahrzehnten dieses einzigartige Symbol der Größe Athens entstehen ließ.
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