| Titelthema: Angriff auf das Abendland – Die Türkenkriege
Aus dem Inhalt: Aus dem Inhalt: Kreuz gegen Halbmond an der Donau – Griff nach dem "Goldenen Apfel" – Vom Nomadenzelt zur Großmacht – Halbmond über Ungarn – Die große "Türkennot" – Der Kampf ums Mittelmeer – Krise, Angriff, Scheitern – Prinz Eugen, der Türkensieger – Kranker Mann am Bosporus – Porträts: Johann II. Sobieski, Johann Zápolya, Der "Türkenlouis" Interview mit MdEP Dr. Ingo Friedrich: "Die Türkei und Europa heute"
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Blickpunkt: Bausteine für die Demokratie - 60 Jahre Marshallplan Porträt: Maximilian von Mexiko - Der tragische Kaiser Serie: Menschen und Monumente - Teil 9: Die Pfalzkapelle Aachen Geschichte im Alltag: Das Deodorant Editorial
Seit dem späten 14. Jahrhundert tauchte vom Balkan her ein höchst bedrohlicher Schatten über Europa auf, ein junges Reich, das auf Eroberung und Unterwerfung aus war. Doppelt bedrohlich erschien dieser neue "Erzfeind", weil er unter der Fahne eines anderen Glaubens angriff – ausgerechnet des Islams, mit dem sich das Abendland in den Kreuzzügen zwei Jahrhunderte lang um das Heilige Land gestritten hatte. Drohte jetzt die Rache für den Sturm auf Jerusalem? Würden in Mittel- und Osteuropa die Kathedralen in Moscheen verwandelt? Der lange Krieg um Ungarn, auf den sich der Machtkampf zwischen muslimischen Osmanen und christlichen Habsburgern schließlich konzentrierte, trug so auch immer Züge eines Glaubenskriegs der Kulturen. Ab 1683 hatte dann das Abendland das bessere Ende für sich.
Der Winter 1946/47 brachte das kriegszerstörte Europa an den Rand des Abgrunds, während Stalin auf die Chance wartete, sein Imperium immer weiter auszubreiten. Die USA antworteten mit einem großzügigen Hilfsprogramm, das unter dem Namen ihres damaligen Außenministers in die Geschichte einging.
Die Schwerfälligkeit der Hofbürokratie und die Eifersucht seines farblosen Kaiserbruders Franz Joseph ließen Maximilian von Habsburg verzweifelt nach einer Aufgabe suchen. So ging er Napoleon III. auf die mexikanische Leimrute. Seine Herrschaft als Kaiser von Mexiko war kurz, sinnlos und tragisch.
Der Gutshof bei den warmen Thermalquellen von Aachen entwickelte sich zur Lieblingspfalz Kaiser Karls des Großen. Die Pfalz wuchs so allmählich zur Residenz heran, und ihr Mittelpunkt war die Pfalzkapelle. In ihr fanden die Würde und das Konzept des neuen Kaisertums steingewordenen Ausdruck.
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