| Titelthema:Mythen, Schätze, Magier - Die großen Rätsel der Bronzezeit
Aus dem Inhalt: Der Kampf um Troia – Metalle schreiben Geschichte – Maulwürfe bei der Arbeit – Die Stunde der Spekulanten – Großindustrie im Nildelta – Die letzte Fahrt der Uluburun – Die Pracht der Paläste – Vom Piktogramm zur Keilschrift – Im Westen geht die Bronze auf – Der Blick zum Himmel – Mordopfer Ötzi – Das Rätsel der goldenen Hüte – Glanz und Krieg – Der Glanz der Klingen – Abgesang und Aufbruch | Blickpunkt: Das italienische Verdun - Der Kampf um Monte Cassino Porträt: Alexander von Humboldt - Welterforscher aus Berlin Serie: Teil 10: Grigori Rasputin – Der böse Geist des Zaren Geschichte im Alltag: Die Lohntüte
Editorial
In der sogenannten Bronzezeit ging die Menschheit durch eine ihrer spannendsten Epochen; leider gibt es aus dieser Zeit keine schriftlichen Überlieferungen. Immerhin wurde die Faszination dieser Epoche zwischen dem 3. und 1. Jahrtausend v. Chr. in der Sage vom Troianischen Krieg eingefangen. Dahinter stand eine der eine typische Auseinandersetzung jener Zeit, als der Austausch von Handels- und Kulturgütern global wurde. Ähnlich geheimnisumwittert wie die Helden aus Homers Epen sind die mächtigen Steinkreise à la Stonehenge oder kryptische Fundstücke wie die Sonnenscheibe von Nebra. Allzu zufällig sind Einblicke, wie sie uns der Fund des »Ötzi« bot, und so bleibt eine der Schlüsselepochen der Menschheitsgeschichte wohl noch lange voller ungelöster Rätsel.
Die Frustration ob des stockenden Vormarsches in Italien und ein Missverständnis führten dazu, dass 1944 die weltberühmte Abtei von Monte Cassino in Trümmer gelegt wurde. Als Ruine wurde die Heimat des abendländischen Mönchtums endgültig zum blutigen »Verdun Italiens«.
Den preußischen Offizierssohn Alexander von Humboldt trieb es schon früh in die weite Welt, wo er seinen Forschergeist zu nähren suchte. Mit seiner mehrjährigen Reise durch Südamerika wurde er nicht nur zum Begründer der modernen fächerübergreifenden Geografie, sondern auch zum Star der Wissenschaft, dessen Glanz nachhaltig auf das von ihm ungeliebte Berlin abfärbte.
Je verfahrener die Lage der Romanows wurde, desto heller strahlte der Stern des skandalumwitterten sibirischen Wunderheilers Rasputin. Auf ihn konzentrierte sich daher der Hass der an den Rand gedrängten Elite des Zarenreichs; am Ende stand ein spektakulärer Mord.
Dr. Klaus Hillingmeier Chefredakteur G/GESCHCHTE
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