| Titelthema:Menschenopfer für den Regengott - Die Welt der Azteken
Aus dem Inhalt: Opfer für die Götter – Der Himmel der Azteken – Rätselhafte Vorfahren – Krieger, Priester, Händler – Der Kalender der Azteken – Schrift als bunter Kosmos – Zentrum der Macht – Die Blutspur der Conquista – Die traurige Nacht – Kreuz und Krone – Süße Gabe Schokolade – Moctezumas Erben | Blickpunkt: Big Brother ist watching you - Orwells Visionen Porträt: Clemens Fürst Metternich - Der Zuchtmeister Europas Serie: Der politische Mord: Teil 11: Heinrich IV. von Frankreich – Tod dem „Ketzerkönig“! Geschichte im Alltag: Der Kinderwagen
Editorial
Wie eine Handvoll spanischer Abenteurer ein mächtiges Reich wie das der Azteken in Knie zwingen konnten, gehört zu den großen Rätseln der Geschichte. Dass einige Azteken den bärtigen Hernan Cortes als Verkörperung ihres legendären »weißen Gottes« ansahen, mag ebenso zu ihrem Untergang beigetragen haben, wie der Schrecken, den Pferde und Feuerwaffen verbreiteten. Doch die Fundamente des Großreichs um die prachtvolle Tempelstadt Tenochtitlan waren eine prekäre Kombination von Bündnissen und Ausbeutung und voller innerer Spannungen. Die für die Konquistadoren typische Verbindung von Kühnheit, Instinkt und Brutalität genügt somit, eine glanzvolle Hochkultur wie eine Blume am Wegrand zu köpfen.
Das Modell des totalitären Überwachungsstaates, das er in seinem Roman »1984« entwarf, hatte George Orwell zunächst als Kritik der zeitgenössischen Diktaturen in deustchalnd und der UdSSR verstanden. 50 Jahre später erweist sich die »Utopie« als höchst scharfsichtige Vision.
Für den rheinischen Aristokraten Klemens Fürst Metternich waren die Französische Revolution, die Idee von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ die Wurzel allen politischen Übels. Als Kanzler des österreichischen Kaisertums tat er ab 1815 alles daran, das Rad der Zeit wieder zurückzudrehen. Er wurde so zum Architekten der Restauration, bis eine neue Zeit auch über sein System hinwegrollte.
Frankreichs vierter König Heinrich ging als der »gute König Henri« in die Geschichtsbücher ein, und er leistete einen unschätzbaren Beitrag, den langen und blutigen Glaubenskrieg in Frankreich zu überwinden. Doch für fanatische Katholiken war der Bourbone weiterhin ein »Ketzer«, den zu ermorden als fromme Tat galt.
Dr. Klaus Hillingmeier Chefredakteur G/GESCHCHTE
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