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Wallenstein Söldnerführer und Stratege – Der Dreißigjährige Krieg
Nur 4,90 € (inkl. MwSt)

Titelthema:

Schlachtfeld Deutschland - Wallenstein und der Dreißigjährige Krieg



Aus dem Inhalt: Die Geschäfte des Herrn Wallenstein – 30 Jahre Krieg – Der letzte Condottiere – Das große Morden – Kaisertreue und Rebellen – Das böhmische Pulverfass – Die ungleichen Brüder – Der Einhundertunddreißigjährige Krieg – Strippenzieher in Purpur: Richelieu – Der Große Krieg – Der Aufstieg des Kleinadeligen Wenzel von Waldstein – Der Böhmische Krieg im Überblick – König für einen Winter: Friedrich von der Pfalz – Krieg als Geschäft – Ein Staat für die Armee – Im bunten Rock – Der Siegeszug – Wallensteins große Jahre – Das Duell der Strategen – Mord auf dem Schlachtfeld – Letzter Halt Eger – Das große Sterben

Blickpunkt: Countdown zum Mauerfall, die letzten Tage des Staatsgefängnisses DDR
Porträt:
Friedrich von Schiller
Serie:
Schiffe und Schicksale, Great Eastern
Geschichte aus dem Alltag:
Straßenbeleuchtung


Editorial

Es war eine Zeit ohne Hoffnung, in der sich die Frage nach einem barmherzigen Gott stellte. Seit den Tagen der Hussitenkriege war Böhmen ein Krisenherd, doch als die böhmischen Stände sich wieder einmal gegen die kaiserliche Autorität erhoben, da rechnete wohl keiner damit, dass dies der Auftakt zu einem grenzenlosen Morden war. Der lokale Konflikt eskalierte zu einem europäischen Krieg: Deutschland wurde zum Schlachtfeld für
Dänen, Schweden, Spanier und Franzosen.

Nur wer wie Wallenstein gleichermaßen ein skrupelloser Geschäftsmann wie genialer Heerführer war, konnte – zumindest zeitweise – von diesem Konflikt profitieren. Am Ende überrollte auch ihn ein Krieg, den keiner kon-trollieren konnte. Auf dem Schlachtfeld gelang es keiner Seite, einen eindeutigen Sieg zu erringen. So sollten die Tränen des Vaterlandes dreißig unendlich lange Jahre fließen. Einstmals blühende Landstriche wurden entvölkert, stolze Städte in Trümmer gelegt. Eine verrohte Soldateska plünderte, vergewaltige und mordete ohne jedes Erbarmen. Und wer diesem Wüten entronnen war, auf den lauerten Krankheiten und tödliche Epidemien. Am Schluss wurde selbst der Krieg müde.

Deutsche, Franzosen, Spanier und Schweden suchten nach einen Weg aus dem tödlichen Patt. Als 1648 die Kirchenglocken zu Westfalen den Frieden einläuteten, fand das Töten sein Ende. Doch der Krieg hinterließ eine zerrissene Nation, gespalten in Prostestanten und Katholiken, zerstückelt in unzählige Fürsten-tümer und Kleinstaaten. Es sollte viele Jahrzehnte dauern, bis Deutschland sich von den Verwüstungen erholte.
Während Frankreich und England als moderne Nationalstaaten zu Großmächten aufstiegen und sich aufmachten, die Welt zu beherrschen, verkam das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zu einem politischen Zwerg – nur der klangvolle Titel erinnerte an den einstigen Anspruch, stolzer Erbe des römischen Weltreichs zu sein.



Dr. Klaus Hillingmeier
Chefredakteur
G/GESCHCHTE

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