Das aktuelle Heft
  (ab 24.05. am Kiosk)


Mehr G-Geschichte.de
Aktuelle Ausstellungen Austellungen im internet
Hier gelangen Sie in die Shop-Übersicht Kunden-Login


Abo | Studentenabo
Einzelhefte | Sonderhefte | G/Wissen


Warenkorb anzeigen
Archiv-Tipp
Mussolini - Staatsmann oder Scharlatan?
Mussolini - Staatsmann oder Scharlatan?

[Mehr Infos zu dieser Ausgabe]

Leserreise Jordanien Leserreise Jordanien
Newsletter abonnieren

Die Geschichte des Luftkriegs: Flugduell und Bombenhagel
Nur 4,90 € (inkl. MwSt)

Titelthema:

Die Geschichte des Luftkriegs: Flugduell und Bombenhagel



Aus dem Inhalt: Eine neue Dimension des Schreckens – Der Krieg lernt fliegen – Leben mit geborgter Zeit –  Die Schattenflieger – Mit der Luftwaffe zum schnellen Sieg – Adlertag – General Directive No. 5 – Die Hölle von Dresden – Wunderwaffen – Der Weg nach Hiroshima

Blickpunkt: Schichtwechsel – Ruhr.2010
Serie – Schiffe und Schicksale:
Die „Mayflower“
Geschichte im Alltag:
Die Kartoffel
Porträt:
Mark Twain


Editorial

„Enola Gay“ war auf dem geflügelten Koloss zu lesen, der am 6. August 1945 um 02.25 von Pazifikarchipel der Marianen startete. Am Steuer des viermotorigen Bombers vom Typ B-29 saß Colonel Paul Tibbets, einer der besten Piloten der US-Luftwaffe. Sein Flugziel war Hiroshima, sein Auftrag der Abwurf der Atombombe „Little Boy“. Um 08.15erreichte „Enola Gay“ ihr Ziel und klinkte die Bombe aus. Eine Minute später explodierte „Little Boy“. Die Druckwelle raste über die japanische Stadt und vernichtete alles Leben im Umkreis von einem Kilometer. Als man Tibbets 1975 in einem Interview fragte, ob er wegen dieses Einsatzes Gewissensbisse habe, antwortete er: „Ich schlafe jede Nacht, fest und ruhig.“

Bereits während des Ersten Weltkriegs hatte der uralte Menschheitstraum vom Fliegen für immer seine Unschuld verloren, aber noch ging es primär um militärische Ziele, und der Luftkampf war noch von einer ritterlichen Aura umgeben. Doch kaum schwiegen die Waffen, da entwickelten Strategen schon ihre Konzepte für den nächsten Krieg: Bomber sollten den Tod weit ins feindlichen Hinterland tragen, Infrastruktur und Industrie zerschlagen, die Moral der Zivilbevölkerung brechen und so einen schnellen Sieg herbeiführen.

Die blutige Generalprobe des modernen Luftkriegs fand in Spanien statt, wo Deutsche das Franco-Regime zum Sieg bombten. Doch die Tragödie von Guernica verblasst neben dem millionenfachen Leid des Zweiten Weltkriegs.

Bei aller Kriegsschuld Nazi-Deutschlands bleibt die schwierige Frage, ob der brutale Bomber-Krieg gegen die Städte gerechtfertigt war oder einem Kriegsverbrechen gleichkam. Eine abgeworfene Bombe unterscheidet nicht zwischen Soldaten und Zivilisten. In Rotterdam, Coventry, Dresden und Hiroshima starben Frauen, Kinder und Greise. Doch aus einer Flughöhe von 9000 Metern betrachtet, kann man vielleicht leichter das menschliche Leid verdrängen. Oder wie sonst kommt man wie Paul Tibbets auf die makabre Idee, einen Bomber ausgerechnet nach den Vornamen seiner Mutter zu taufen - „Enola Gay“? 

Dr. Klaus Hillingmeier
Chefredakteur
G/GESCHCHTE

 Medienliste


 


 
Geschichte-Forum | Kontakt | Impressum | AGB | Widerrufsbelehrung | Links | Feedback | Medienlisten | Mediadaten