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Schlachtfeld Deutschland - Wallenstein und der Dreißigjährige Krieg
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Titelthema:

Zulus, Buren, Briten – Der Kampf um Südafrika



Aus dem Inhalt: 40 000 Speere – Wiege der Völker – Amsterdam am Kap – Entdecker und Missionare – Der „Große Treck“ – Diamantenfieber – Der Burenkrieg – Gandhi – Projekt Freiheit: Weg aus Apartheid

Blickpunkt: Vorsicht zerbrechlich! 300 Jahre europäisches Porzellan
Serie – Schiffe und Schicksale:
Die „Cimbria“
Geschichte im Alltag:
Die Imbissbude
Porträt:
Franziskus von Assisi


Editorial

Das Kap und die Hoffnung

„Wir werden eine Gesellschaft errichten, in der alle Südafrikaner, Schwarze und Weiße, aufrecht gehen können, ohne Angst in ihren Herzen, in der Gewissheit ihres unveräußerlichen Rechtes der Menschenwürde – eine Regenbogennation im Frieden mit sich selbst und mit der ganzen Welt.“

Bis heute ist dieses Versprechen Nelson Mandelas, das er bei seiner Vereidigung zum Präsidenten am 10. Mai 1994 gab, noch nicht eingelöst. Seit Jahren predigt die rechtsradikale Burenorganisation der Afrikaaner-Widerstandsbewegung (AWB) den Hass gegen die Schwarzen, während in der Jugendorganisation des ANC der Politiker Julius Malerna nur zu gerne das Kampflied „Shoot the Boer“ („Erschießt die Buren“) anstimmen lässt.

Auch 16 Jahre nach dem Ende des menschenverachtenden Apartheidregimes findet der Hass in Südafrika immer noch einen exzellenten Nährboden – zu schwer lastet die Geschichte von Krieg, Gewalt und Rassismus auf dem Land am Kap. Südafrikanische Mythen sind mit Blut geschrieben. König Shaka, Auserwählter der Götter, schmiedet mit Feuer und Speer die mächtige Zulu-Nation. Das Hohelied der Buren ist die Legende vom „Großen Treck“; fromme Farmer, die wie die Kinder Israels die Knechtschaft verlassen. Erst als sich die Wasser mit dem Blut ihrer Feinde rot färben, erreichen sie das gelobte Land. Das britische Epos trägt den Namen Rorke`s Drift: Eine Handvoll Soldaten ihrer Königin verteidigt eine kleine Missionsstation gegen ein Heer von Feinden. Alles Helden, jeder einzelne Mann.

Geschichte ist in Südafrika oft ein schweres Vermächtnis, das gilt besonders für die letzten Jahrzehnte, als die Apartheid regierte. Noch sind viele Wunden aus dieser düsteren Zeit offen. Aber wenn es den Menschen am Kap nicht gelingt, aufeinander zuzugehen, dann droht dem Land ein politisches Chaos. Dabei hatte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Südafrika ein indischer Anwalt namens Gandhi einen Weg aus der Gewalt aufgezeichnet, als er den Menschen ermahnte: „Wo Hass aufkommt, droht Untergang.“

Dr. Klaus Hillingmeier
Chefredakteur
G/GESCHICHTE

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