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Titelthema:

Kaiser Augustus – Roms Aufstieg zum Imperium



Aus dem Inhalt: Ein nie gesehenes Gemetzel – Der Erbe Cäsars – Zeittafel – Mörderische Zeiten – Der Pate von Rom – Skandal im Herrscherhaus – Pax Romana – Rom am Rhein – Unbezähmbar – Die Stadt aus Marmor – Hütten und Huren – Im Schatten eines Riesen

Blickpunkt: Auf a Maß in Minga, 200 Jahre Oktoberfest in München
Serie, Rätsel der Geschichte:
Der Schatz der Templer
Geschichte im Alltag:
Die Brille
Porträt:
Robert Schumann, eine tragische Geschichte zwischen Genie und Wahnsinn


Editorial

Applaus, Applaus!

Liebe Leserinnen und Leser!

Augustus spielte in seinem Leben unzählige Rollen: Rächer, Triumphator, Moralapostel. Doch keiner seiner Auftritte war brillanter als jener im Januar des Jahres 27. v. Chr.: Er, der mächtigste Mann, den Rom je gesehen hatte, gab vor, alle Gewalt wieder in die Hände des Senats zurückzugeben und nur noch die verfassungsmäßige Gewalt eines römischen Amtsträgers auszuüben. Dann aber erhielt er alle Vollmachten vom willfährigen Senat zurück — eine inszenierte Komödie.

Als Feldherr war sein Großonkel Cäsar brillanter, mutiger und ritterlicher gewesen, doch auf dem Schlachtfeld der Politik war Augustus dem Bezwinger Galliens mehr als ebenbürtig. Cäsar wollte Rom im Sturm erobern, als er verwegen den Rubikon überschritt und alles auf eine Karte setzte. Er war ein Hasadeur, der sein Leben verspielte. Augustus hingegen erkannte, dass man mit der römischen Wölfin erst flirten muss, bevor man sie zähmen kann. Geschickt umgarnte er Senat und Volk von Rom mit so viel politischem Charme, bis sie nicht mehr sehen wollten, wer eigentlich Pate von Rom war und alle Fäden in der Hand hielt. Und diese Fäden waren lang: Sie reichten von den Senatoren in ihren prächtigen Villen bis hin zu den ehemaligen Sklaven im Elendsviertel der Subura. Cäsar war gescheitert, als man ihn verdächtigte, nach der Königskrone zu greifen. Augustus hingegen spielte den braven Bürger, obgleich es ihm gelungen war, Kaiser zu werden. Das ist schon einen Applaus wert!

Ihr, Euer

Dr. Klaus Hillingmeier,
Chefredakteur
G/GESCHICHTE
 
 

 


 
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