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Die DDR - Leben und Schicksale jenseits der Mauer
Die DDR - Leben und Schicksale jenseits der Mauer

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Nur 4,90 € (inkl. MwSt)

Titelthema:

Die DDR – Leben und Schicksale jenseits der Mauer



Aus dem Inhalt: Countdown zum Mauerbau – Stacheldraht und Todesstreifen: Die tödliche Grenze – 2 x Deutschland: Der Weg zur Teilung – Zeittafel – Die SED: Eine allmächtige Einheitspartei hat immer Recht – Aufbruch ins rote Utopia: Die DDR als Traum der Intellektuellen – 17. Juni 1953: Der Volkszorn explodiert – Trabis, Datschen, FKK: Einblicke ins ostdeutsche Alltagsleben – Firma Horch & Guck: Die Stasi – Rübermachen: Abenteuerliche Fluchtgeschichten – Dissidenten – Siegen für den Sozialismus: Sport als Propagandawaffe – Biedermann und Brandstifter: Erich Honecker – Wir sind das Volk! Der Mauerfall

Blickpunkt: 125 Jahre Automobilgeschichte
Serie, Rätsel der Geschichte: Das Turiner Grabtuch
Geschichte im Alltag: Das Tattoo
Porträt: Albrecht Dürer


Beispielseiten:
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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Wann wird eine Zeit zur Geschichte? Eine radikale Definition wäre: sobald die Erfahrung durch Erinnerung ersetzt wird. Denn beim Erinnern greift bereits der Intellekt ein, er interpretiert, verdrängt, beschönigt, erstellt seine Version des Erlebten – eine Entwicklung, die sich beim nächsten Schritt in die Geschichte noch verstärkt: dem Erzählen an die nächste Generation, die kein eigenes Erleben mehr Vorweisen kann.

Wie rasch sich dieser Prozess abspielen kann, dafür bietet die jüngste deutsche Geschichte ein eindrückliches, aber auch bedenkliches Beispiel. Für viele – zu viele? – Deutsche erscheint der „erste deutsche Arbeiter- und Bauernstaat“ nur 20 Jahre nach seinem unrühmlichen Ableben als Fußnote der Geschichte, als ein verdrängter Traum. Und nicht unbedingt als böser Albtraum, auch und gerade bei jenen, die den SED-Staat tatsächlich erfahren haben. Kann man all die Einschränkungen fundamentaler Bürgerrechte, die Bespitzelungen, die mörderische Mauer tatsächlich so schnell vergessen haben? Man kann es offenbar – nicht zuletzt als Reaktion auf westliche Arroganz, die diese 40 Jahre deutscher Geschichte mit einem Schulterzucken als historischen Irrtum abtut. Ignoriert wird dabei, dass dieser „Irrtum“ Lebensspannen von Millionen bedeutet, die sie nicht wieder zurückholen und neu beginnen können. Wer kann und will schon seine eigene Existenz „entsorgen“?

Der anstehende 50. Jahrestag des Mauerbaus sollte daher auf beiden Seiten des ehemaligen „antifaschistischen Schutzwalls“ Anlass zum Nachdenken sein, zum Abgleich der Erinnerungen mit den Erfahrungen. Die Westdeutschen, aber auch die nachgewachsene Generation sollten versuchen, sich das Leben jenseits der Mauer zu vergegenwärtigen, die täglichen Kämpfe, aber auch die kleinen Freuden und Erfolge. Und manche Ostalgiker sollten aufhören, Unentschultbares zu bemänteln, systematisches Staats-Unrecht zu verteidigen, das das Leben von Zehntausenden ruinierte. Lassen Sie uns versuchen, eine gemeinsame Erinnerung an 40 dramatische Jahre unser deutschen Geschichte zu entwickeln und sie so an kommende Generationen weiterzugeben.
 
Ihr
Dr. Franz Metzger
Herausgeber
G/GESCHICHTE
 
 

 


 
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