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Menschenopfer für den Regengott - Die Welt der Azteken
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Titelthema:

Richard Löwenherz – Kreuzfahrer, Kriegsheld, Legendenkönig



Aus dem Inhalt:
Richard gegen Saladin: Triumph bei Arsuf – Zeittafel – Heinrich II. und Eleonore: Das Imperium des Ginsters – Aquitanien: Wein und Troubadoure – Wolfspack: Der Kamp um Heinrichs Erbe –  Der Dritte Kreuzzug: Der Traum von Jerusalem – Ein neuer Artus? – Verraten und Verkauft: Löwenherz als Geisel Heinrichs II. – Spurensuche im Sherwood Forest: Robin Hood – Sein letztes Gefecht: Der Tod Richards – Säulen des Himmels: Die Kathedrale von Canterbury – Ohne Land und ohne Fortüne: Johann Ohneland – Der Ritt in die Legende: Wie aus Richard I. der berühmteste König Englands wurde

Blickpunkt: Frisch, fromm, fröhlich, frei – 200 Jahre Turnsport
Neue Serie! Monster und Fabelwesen: Die Riesenkraken
Geschichte im Alltag: Die Bierdose
Porträt: Mithridates VI.


Beispielseiten:
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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!
 
Es gibt Könige, deren Name wie ein Paukenschlag ertönt: Artus, Barbarossa und natürlich auch Richard Löwenherz. Der englische Monarch beschwört unsere schönsten Ideale vom Mittelalter, ist Inbegriff von Heldentum und Ritterlichkeit. Sein Duell mit Sultan Saladin gehört zu den wenigen Epen, die sich Okzident und Orient teilen. Und schon die Chronisten aus der Ära überschlagen sich in ihren Beschreibungen des englischen Herrschers: „König Richard besaß die Tapferkeit Hektors und den Heldenmut des Achill. Er stand Alexander nicht nach, noch war er weniger tapfer als Roland.“

Aber im Gegensatz zu den Helden Homers ist der englische König keine Sagengestalt, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut. Richard hat die Unrast seines Vaters geerbt und die kriegerischen Gene der normannischen Ahnen. In seiner Jugend ist er ein fast unzähmbarer Rebell, der sich nicht scheut, das Schwert gegen seinen Vater zu erheben – mehr Wolf als Löwe.

Die hohe Kultur der ritterlichen Minne, die seine Mutter aus dem sonnigen Aquitanien ins kalte England gebracht hatte, bleibt ihm fremd. Er verachtete die Gesellschaft von Frauen, bleibt selbst als Ehemann herrisch und gefühlskalt. Er vermeidet es, Erben zu zeugen.

Kaum hat er den englischen Thron bestiegen, bricht er zum Kreuzzug auf. Ohne Zweifel ist Richard ein mutiger Krieger, der sich nicht davor scheut, an der Spitze zu kämpfen. Doch er handelt nicht immer ritterlich. Im Jähzorn schleudert er nach der Eroberung Akkons das Banner Herzog Leopolds in den Schmutz eines Grabens und befiehlt später die Exekution von fast 3000 moslemischen Kriegsgefangenen in Akkon.

Nach Kreuzzug und kaiserlicher Gefangenschaft wäre es eigentlich an der Zeit gewesen, England eine geordnete Herrschaft zu schenken. Doch seine letzten Jahre verbringt Richard wieder auf dem Schlachtfeld und kämpft im tödlichen Duell mit seinem Erzrivalen König Philipp von Frankreich. So gleicht Richard seinem Wappentier: Aus der Ferne betrachtet ist der Löwe eine majestätische Kreatur. Doch wenn man sich ihm nähert, erkennt man die gefährliche Bestie. 
 
Ihr
Dr. Klaus Hillingmeier
Herausgeber
G/GESCHICHTE
 
 

 


 
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