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Archiv-Tipp
Das alte Israel - Auf den Spuren der Bibel
Das alte Israel - Auf den Spuren der Bibel

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Nur 4,90 € (inkl. MwSt)

Titelthema:

Das alte Israel - Auf den Spuren der Bibel



Aus dem Inhalt:
Das größte Epos der Menschheit – Masada: Flucht in den Tod – Zeittafel – Die Legenden von Noah, Abraham und Isaak – Das Exodus-Rätsel: Hat es den Auszug aus Ägypten wirklich gegeben? – Geboren aus dem Chaos: Der Aufstieg der Israeliten – David und Salomon: Der Traum vom Großreich – „An den Wasser von Babylon ...“ –  Israel und Juda: Zwei Staaten, ein Volk – Jerusalem: Biografische Notizen – Perser, Griechen, Römer: Fremde Herren im Heiligen Land – Herodes: König von Roms Gnaden – Die Akte Jesus – Politik mit dem Spaten: Archäologie als Ideologie
Blickpunkt: 100 Jahre Hollywood
Neue Serie! Monster und Fabelwesen: Der Drachen
Geschichte im Alltag: Champagner
Porträt: Marco Polo


Beispielseiten:
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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!
 

Moses, David, Salomon, Jesus. Vier Namen, vier Rätsel! Viele Fragen, wenige Antworten: Wieso schweigen die ägyptischen Quellen über den Exodus, wieso gibt es keine außerbiblischen Beweise für ein israelitisches Großreich unter David und Salomon? Warum sind erst die Könige der späteren Teilreiche Juda und Israel greifbar und durch assyrische oder ägyptische Quellen bestätigt? Auch Jesus bleibt aus der Perspektive der Geschichtsschreibung eine schemenhafte Gestalt. Kaum eine Figur von solcher welthistorischer Bedeutung ist mit dem Werkzeug des Historikers schwerer zu erfassen. Die römischen Chronisten seiner Zeit schweigen über ihn. Erwähnung findet er in den »Jüdischen Altertümern« des Historikers Flavius Josephus, doch vieles spricht dafür, dass hier ein christlicher Schreiber den Text hinzugefügt hat. Man muss sich also an die Evangelien halten, die aber alle nach dem Tode Jesu von gläubigen Christen verfasst wurden.

Auch die Archäologie, früher Kronzeuge für die Wahrheit der Bibel, stellt immer mehr unbequeme Fragen. Die brutalen und ruhelosen Philister erweisen sich als sesshafte Bauern und die prachtvollen Bauten in Megiddo werden mittlerweile in die Epoche nach König Salomon datiert. Als dann vor einigen Jahren der Archäologe Israel Finkelstein diese neuen Erkenntnisse in seinem Werk »Keine Posaunen vor Jericho« publizierte, kommentierte der »Spiegel«: »Sein Buch bestätigt, dass Kerntexte der Bibel unwahr sind.« Aber kann tatsächlich ein Archäologe oder Historiker die Bibel widerlegen? Die Antwort ist: Nein. Die Geschichtswissenschaften können nur die historischen Angaben des Buchs hinterfragen und mit den Quellen der anderen Kulturen vergleichen. Und selbst wenn es keine außerbiblischen Hinweise auf Moses gibt, so ist dies kein Beweis, dass der nicht gelebt hat. Vielleicht war der Exodus nur eben etwas bescheidener als später geschildert. Die großen Wahrheiten des Buchs der Bücher lassen sich sowieso weder beweisen noch widerlegen. Sie bleiben, was sie immer waren: eine Frage des Glaubens.



Ihr/ Euer
Dr. Klaus Hillingmeier
Chefredakteur
G/GESCHICHTE

 
 

 


 
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