Das aktuelle Heft
  (ab 24.05. am Kiosk)


Mehr G-Geschichte.de
Aktuelle Ausstellungen Austellungen im internet
Hier gelangen Sie in die Shop-Übersicht Kunden-Login


Abo | Studentenabo
Einzelhefte | Sonderhefte | G/Wissen


Warenkorb anzeigen
Archiv-Tipp
Zulus, Buren, Briten - Der Kampf um Südafrika
Zulus, Buren, Briten - Der Kampf um Südafrika

[Mehr Infos zu dieser Ausgabe]

Leserreise Jordanien Leserreise Jordanien
Newsletter abonnieren

1211.jpg
Nur 4,90 € (inkl. MwSt)

Titelthema:

Friedrich der Große - Philosoph, Staatsmann, Hasardeur



Aus dem Inhalt:
Neues über den Alten: unsere Magazinseiten – Der Zorn des Vaters: Eine missglückte Flucht und die Hinrichtung – Rheinsberger Idyll: Friedvolle Kronprinzenjahre – Von der Mark zur Macht: Die Geschichte Preußens – Militärstaat Preußen: Disziplin und Gehorsam – Der Stier zieht Furchen: Die Schlesischen Kriege – Fridericus magnus: War Friedrich ein Großer? – Musiker, Autor, Philosoph: Friedenszeiten mit Tafelrunde und Flötenkonzert – Royale PR: Die Geschichte von dem Müller und dem König – Am Abgrund! Der Siebenjährige Krieg – Das Erbe: Missbrauch und Instrumentalisierung – Heroisierung von Herrschaft – Letzte Ruhe? Die Umbettung
Blickpunkt: Die Lust am Weltuntergang
Neue Serie! Monster und Fabelwesen: Die Sphinx
Geschichte im Alltag: Die Taschenlampe
Porträt: Muhammad Ali - „The Greatest“


Beispielseiten:
beispielseiten_1.jpg beispielseiten_2.jpg beispielseiten_3.jpg  beispielseiten_4.jpg

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!
 

Das Grab Friedrichs des Großen in Sanssouci erkennen Sie an den Kartoffeln, die auf der unauffälligen Steinplatte verteilt liegen. Bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten wünschen sich die Verantwortlichen wohl eher, dass die Besucher sie nicht dort platzieren würden. Aber viele Deutsche kennen ihn eben so, den volksnahen Friedrich, der mit einem Trick seinen Untertanen die Knolle näherbrachte. Friedrichs Arbeit am eigenen Image, die Anekdoten, die Bilder Adolph Menzels, sie haben gewirkt. Bis heute. Wer hätte gedacht, dass der »Alte Fritz« zu seinem 300. Geburtstag so viel Aufmerksamkeit auslöst? Magazine, Bücher und Fernsehbeiträge, sie alle stellen die eine Frage: Wer war Friedrich wirklich?

Wir stellen diese Frage nicht. Denn wir können sie nicht beantworten. Wir würden zu sehr zwischen den Extremen pendeln: dem des ruhmsüchtigen Feldherrn und aufgeklärten Monarchen, ja, vielleicht sogar Philosophen, wie sich Friedrich selbst gern adelte. Wir brauchen da nur an sein berühmtes »Rendezvous mit dem Ruhm« oder die Inszenierung der eigenen Beerdigung zu erinnern. Die Korrespondenzen des Königs sind der Beweis. Er selbst feilte an seinem Zunamen »der Große« und bekam Hilfe von Voltaire und vom preußischen Volk. Auch die Presse nutzte er erfolgreich und publizierte beispielsweise während des Bayerischen Erbfolgekriegs in niederländischen Zeitungen. Keiner kann sagen, wer Friedrich wirklich war. Wir können nur versuchen, Ihnen den Preußenkönig näherzubringen: von seinem Leben erzählen, von seiner Todessehnsucht, von seiner Wut und von seinen Ängsten. Alles das, was einen Menschen eben ausmacht. Und wir können über sein Erbe berichten. Keine andere historische Persönlichkeit im deutschen Raum ist so häufig politisch instrumentalisiert worden. Positiv wie negativ. Vieles am »Fritz« ist das, was die Zeit brachte, ohne sie existiert kein Blick auf den »Alten«. Auch 225 Jahre nach seinem Tod schafft er es zum großen Jubiläum, für Diskussionen zu sorgen - und wenn es nur um die Kartoffeln geht. Wir wünsche große Unterhaltung.

Janina Lingenberg
Redakteurin
G/GESCHICHTE

 
 

 


 
Geschichte-Forum | Kontakt | Impressum | AGB | Widerrufsbelehrung | Links | Feedback | Medienlisten | Mediadaten