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Titelthema:

Hunnen, Goten und Vandalen – Die Zeit der Völkerwanderung



Aus dem Inhalt:
Europa in den Stürmen der Völkerwanderung – Der letzte Kaiser: Romulus Augustulus und das tragikomische Ende Westroms – Auf tönernen Füßen: das Römische Reich im 4. Jahrhundert – Unbeschreibliche Wildheit: das Imperium der Hunnen – Das Nibelungenrätsel: Wer waren die Burgunden? – Barbarengold – Der Schicksalstag von Adrianopel – Der Zorn des Alarich: die Westgoten plündern Rom – Theoderich der Große – Roms Rache: Kaiser Justinian zerschlägt das Reich der Ostgoten – Die Göttlichen: die Odyssee der Alanen vom Schwarzen Meer nach Afrika – Besser als ihr Ruf: die keuschen Vandalen – Die neue Völkerwanderung: Migrationsbewegung und ihre Parallelen zur Antike
Blickpunkt: Der Blanke Hans
Neue Serie! Monster und Fabelwesen: Godzilla – Monster Made in Japan
Geschichte im Alltag: Pril
Porträt: Charles Dickens, der etwas andere Märchenerzähler


Beispielseiten:
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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!
 

11.000 Mann der „United States Border Patrol“ kontrollieren die Grenze zwischen den USA und Mexiko. Im Einsatz: Nachtsichtgeräte, Hubschrauber, Schnellboote und modernste Aufklärungs-Drohnen. Der „Feind“ sind illegale Einwanderer, zumeist arme Teufel auf der Suche nach einer Chance auf Wohlstand.

Solche schwer bewachten Grenzen sind nicht neu. Vor 2000 Jahren trennte der germanische Limes die zivilisierte Welt der Römer von den Siedlungsgebieten der freien germanischen Stämme. Und auch der Limes war eine Armutsgrenze: Auf der römischen Seite lebten die meisten Menschen in gewissem Wohlstand, versorgt durch Getreide aus Nordafrika und Sizilien, während die Germanen ein äußerst karges Leben führten. Jede Missernte bedeutete Hunger und Tod.

Bis ins 3. Jahrhundert konnten Roms Legionen die Grenze halten und Einbrüche der „Barbaren“ zurückschlagen. Aber dann veränderte sich die Lage radikal.
Während sich Rom in eine politische und wirtschaftliche Krise manövrierte, wurden die Völker jenseits seiner Grenzen immer mächtiger. Längst waren die Stämme mehr als nur eine Ansammlung von Großfamilien. Völker auf der Wanderschaft wie Goten oder Vandalen waren so flexibel wie mobil. Es waren Rechts- und Wehrgemeinschaften, die bereit waren, neue Menschen zu integrieren – denn mit der Stärke wuchs die Chance, am Reichtum des Römischen Reichs zu partizipieren. Das Auftauchen der Hunnen gegen Ende des 4. Jahrhunderts erhöhte den Druck auf die Grenzen, bis alle Dämme brachen und „Migranten im Kettenhemd“ ins Reich strömten. Gallien, Spanien und Nordafrika, einst reiche Provinzen des Imperiums, wurden nun zum Siedlungsgebiet der Germanen.
Schließlich fiel auch Italien. Der römische Koloss, jahrhundertelang „Haupt der Welt“, stürzte. Ein neues Zeitalter war angebrochen.
Ihr, Euer

Dr. Klaus Hillingmeier,
Chefredakteur
G/GESCHICHTE

 
 

 


 
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