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Meisterwerke erzählen Kulturgeschichte(n)



  
Ein Rundgang durch 80.000 Jahren Geschichte, Kunst und Kultur im heutigen Württemberg

meisterwerke.jpgMit hühnenhaften 2,30 Meter ist die Stele von Holzgerlingen die größte bekannte keltische Steinskulptur Mitteleuropas. Vermutlich stellt die menschenähnliche Figur mit ihren janusartigen zwei Gesichtern aus dem 4. bis 2. Jahrhundert vor Christus eine unbekannte Gottheit dar. Mit ihrem zapfenförmigen Unterteil war sie in den Boden eingesenkt und wahrscheinlich Teil einer kultischen Anlage der Eisenzeit.

Die keltische Götterskulptur ist nur eines von mehr als 1.500 hochkarätigen Exponaten, die für das Leben auf dem Gebiet des heutigen Württemberg seit den ersten Menschen im Neckartal bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts stehen. Unter dem Titel „LegendäreMeisterWerke. Kulturgeschichte(n) aus Württemberg“ können in der neuen Schausammlung des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart nun kostbare Schätze aus 80.000 Jahren Geschichte, Kunst und Kultur Württembergs bestaunt werden.

Bei seinem „Geschichtsspaziergang“ durch das Alte Schloss erwarten den Besucher eindrucksvolle Exponate, darunter unter anderem früheste Kunstwerke aus den Höhlen der Schwäbischen Alb, prachtvolle Grabausstattungen der frühen Kelten, technische und künstlerische Errungenschaften der Römer, Schmuck und Waffen aus den Gräbern der Alamannen oder eindrucksvolle Beispiele christlicher Kunst des Mittelalters. Darauf folgen Objekte zur Geschichte Württembergs in engerem Sinne, die mit den Grafen von Württemberg im 12. Jahrhundert beginnt und von den Herzögen und Königen fortgesetzt wurde. Der Rundgang endet mit einem Blick auf das Industriezeitalter im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Aus den verschiedensten Epochen und Kulturen finden sich in den Sammlungen des Museums aussagekräftige Zeugnisse – Meisterwerke ihrer Zeit und Kultur. Manche sind einzigartig, überaus kostbar und meisterhaft gearbeitet, andere denkwürdig, skurril, rührend oder rätselhaft. Mit allen aber verbinden sich interessante Geschichten oder spannende Überlieferungen, die einen tieferen Einblick in die jeweilige Zeit erlauben.

Wo Fragen nach den historischen Zusammenhängen auftauchen, helfen 15 interaktive Epochenboxen weiter. Sie vermitteln kompakt das Hintergrundwissen zu den Entwicklungen der einzelnen Zeiträume. Neben wichtigen Schauplätzen werden auch bahnbrechende Neuerungen oder Erfindungen thematisiert. Darüber hinaus öffnen sie den Horizont auf zeitgleiche Entwicklungen in anderen Ländern und Erdteilen. An drei Stellen verlässt die Ausstellung den chronologischen Rundgang: In den drei Rundtürmen des Alten Schlosses erhalten die Besucher Denkanregungen zu drei zentralen Fragen der Menschheit, zu Macht, Glauben und Identität.

Eine Fülle von Filmen, Hör- und Medienstationen, Animationen und Spielen macht den Ausstellungsbesuch zu einem vergnüglichen Erlebnis, bei dem es viel zu probieren und erforschen gibt. An über 130 Mitmachstationen kann man selbst aktiv werden: Hier kann man mit steinzeitlichem Pfeil und Bogen schießen, an Ausgrabungen teilnehmen oder beim Grabungsspiel mitmachen. Speziell für Kinder ist in der Ausstellung durchgehend eine Vermittlungsebene für Kinder ab sechs Jahren integriert.

Stuttgart:
Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart, Tel.: +49 711 89535-111, www.landesmuseum-stuttgart.de

LegendäreMeisterWerke. Kulturgeschichte(n) aus Württemberg
ab 25.5.12, Di.-So. 10-17 Uhr
Monika Dreykorn


ACHTUNG:
Hier geht es zum Gewinnspiel
 
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