Buchvorstellung
Autorin: Gabrielle Alioth
280 Seiten, gebunden, Nagel & Kimche 2011, 978-3-3120-0467-6, € 19,90
Mit „Die griechische Kaiserin“ setzt Gabrielle Alioth die Geschichte von der byzantinischen Prinzessin Theophanu aus ihrem Buch „Die Braut aus Byzanz“ fort. Das Wissen des ersten Bandes ist aber nicht zwingend erforderlich, um der Handlung folgen zu können. Die Erzählung setzt im Jahr 980 ein, als Theophanu Zwillinge gebiert, von denen nur der Sohn, der spätere Otto III., überlebt. Als ihr Ehemann, Otto II., 983 verfrüht stirbt, soll der Sohn bei seiner Volljährigkeit auf den Thron folgen. Doch dieses Recht wollen ihm viele Männer streitig machen und so muss Theophanu mit ihren wenigen Verbündeten alles in Bewegung setzen, um als starke Herrscherin ihrem Sohn die Krone garantieren zu können. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Einmal spricht der Astronom und Eunuch Stephanos, das andere Mal die Kindsmagd Martje und die dritte Perspektive beschreibt aus der Distanz. So bekommt der Leser einen rundum gelungenen Eindruck von den äußeren Umständen, aber auch von den Emotionen, die die Protagonisten beeinflussten und bewegten. Es ist zwar keine leichte Sommerlektüre, die man sich hier vornimmt, aber dafür, wenn man sich darauf einlässt, ein unvergessliches Erlebnis, bei dem man tief in die Geschichte eindringen kann.
(Julia Rienäcker)
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