Buchvorstellung
Autorin: Petra Schönemann-Behrens
208 Seiten, gebunden, Koehlers Verlagsgesellschaft 2012, ISBN 978-3-7822-1042-5, € 24,95
Auch wenn der Schwerpunkt des Buchs sich der Gegenwart widmet und die drei Schwesterschiffe „Queen Mary 2“, Queen Victoria“ und „Queen Elizabeth“ porträtiert, so bietet dieser liebevoll illustrierte Bildband in seinen ersten Kapiteln auch für den historisch interessierten Leser eine lohnende Lektüre. Denn wenn es um die Cunard-Rederei geht, dann schwimmen ihre Schiffe immer im Kielwasser der Legende. Es war das Cunard-Schiff „Capathia“, das nach dem Untergang der „Titanic“ 705 Menschen das Leben rettete; es war das Cunard-Schiff „Lusitania“, dessen Versenkung durch ein deutsches U-Boot in den USA die Kriegsbereitschaft schürte; und es war das Cunard-Schiff „Queen Mary 1“, das als umgebauter Truppentransporter bis zu 12.000 US-Soldaten auf einmal über den Atlantik transportieren konnte. Hitler setzte 1.000.000 Reichsmark Kopfgeld für die Torpedierung der „Queen Mary 1“ aus, doch keinem seiner U-Boot Kapitäne gelang es, das über 30 Knoten schnelle Schiffe auf dem Atlantik zu stellen. Die neuen Cunard-Schiffe sind sich dieser großen Geschichte bewusst und tragen immer noch voller stolz das Kürzel RMS – Royal Mail Ship – in ihren offiziellen Namen. Besonders traditionsbewusst gibt sich die „Queen Victoria“, deren Name auch ästhetisches Programm ist. Alles hier erinnert an einen gediegenen Club der Blütezeit des Empires. Die kostbarsten Kunstwerke an Bord sind Zeichnungen der Lieblingshunde von Königin Victoria und ihrem Prinzgemahl Albert, eigenhändig vom Königspaar gemalt.
Klaus Hillingmeier
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