Buchvorstellung
Brigitte Mazohl, Bernhard Mertelseder, Johannes Weber
263 Seiten, ISBN 978-8-8826-6546-3, Tyrolia-Verlag 2009, € 26,90 Im Jahre 1809 besiegte die Tiroler Aufstandsbewegung unter ihrem Anführer Andreas Hofer gleich dreimal die napoleanischen Truppen. Seitdem wurden die „Helden“ von „Anno Neun“ in weiten Teilen der südtiroler Bevölkerung als Volkshelden verehrt. Kritiker hingegen sahen in dieser uneingeschränkten Mythologisierung vielmehr eine Verklärung der Geschichte. Bis heute ist das Gedenken an dieses Ereignis in der Erinnerungskultur der norditalienischen Region emotionsgeladen geblieben. Bernhard Mertelseder, Brigitte Mazohl und Johannes Weber legen in ihrem Werk den Fokus auf ebendiese Problematik: Sie untersuchen, wie sich im Laufe der Zeit die Überlieferungskultur der Ereignisse des Jahres 1809 von Generation zu Generation verformt hat. Ihr Blick richtet sich dabei vor allem auch die zeitgenössischen politischen Verhältnisse, die diesen Prozess beeinflusst haben. Den Autoren geht es damit nicht um die tatsächliche Geschichte des Jahres 1809, sondern hauptsächlich um dessen spätere Bewältigung.
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