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Lag Johannes der Täufer in Bulgarien versteckt?

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Lag Johannes der Täufer in Bulgarien versteckt?


Nach einer Untersuchung liefern bereits 2010 entdeckte Gebeine neue Erkenntnisse über ihre Herkunft.

Vor zwei Jahren fanden Archäologen auf der bulgarischen Insel Sweti Iwan zwei Kisten mit menschlichen Knochen. Eine griechische Inschrift auf den beiden Behältern besagt, dass sie zu Johannes dem Täufer gehörten. Ein DNA-Test der Universität Kopenhagen bringt nun Aufklärung. Laut diesem sind die Skelettteile von ein und derselben Person und auf das 1. Jahrhundert n. Chr. zu datieren. Für die Forscher ist das Ergebnis ein weiterer Anhaltspunkt, dass es sich tatsächlich um die Überreste des Hl. Johannes handeln könnte. Eine endgültige Bestätigung der These werde es jedoch nie geben, wie einer der Wissenschaftler bekannt gab.

Die gefundenen Gebeine bestehen aus Teilen der Hand und des Kiefers und wurden hinter dem Altar eines kleinen Klosters auf der Schwarz Meer-Insel aufbewahrt. Wie sie dort hin kamen, ist noch nicht geklärt worden. Historiker vermuten, dass sie im 4. Jahrhundert in das Byzantinische Reich gelangten und von dort im 5. oder 6. Jahrhundert nach Bulgarien kamen. Sie könnten als Geschenk für das neu zu errichtende Kloster gedient haben.

Johannes der Täufer gehört zu den bekanntesten Bibelfiguren und spielt sowohl im Christentum als auch im Islam eine bedeutende Rolle. Gelebt haben soll er im 1. Jahrhundert am Fluss Jordan. Dort führte er als Prediger ein asketisches Leben. Bekannt ist er vor allem durch seine Erwähnungen in den Evangelien des Neuen Testamentes, in denen er unter anderem Jesus von Nazareth tauft.


Dominik Feldmann


Datum: 19.6.2012
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Johannes der Täufer, St. John, Bibel, Bulgarien, Sweti Iwan
 
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