Satelliten finden das vergessene Pharaonenreich
Infrarotaufnahmen von Satelliten erlauben Archäologen überraschende Einblicke in das alte Ägypten: Neben 13 „vergessenen“ Pyramiden wurden bislang auf diesem Weg Hinweise auf rund 1000 Gräber und 3000 Siedlungen gefunden, die noch auf ihre Entdeckung und Ausgrabung warten.
Koordiniert wird die Suche von der auf Weltall-Archäologie spezialisierten Universität von Alabama. Eine spezielle Infrarottechnologie erlaubt es, die unterschiedliche Dichte von Erdboden und den seit der ägyptischen Frühzeit verwendeten Tonziegeln aufzuzeigen. Zu den auf diese Weise entdeckten Strukturen gehören auch 13 in Sand und Schlick verschwundene Pyramiden. Dr. Sarah Parcak, die Forschungsleiterin, erklärt dazu: „Eine Pyramide auszugraben ist der Traum jedes Archäologen.“
Erste Probegrabungen haben die Verlässlichkeit der Suchmethode bestätigt. So wurden zum Beispiel in Tanis die Fundamente eines Hauses ausgegraben, die exakt mit dem Satellitenbild übereinstimmten. Die Aufnahmen erfolgen aus 700 Kilometern Höhe und sind so präzise, dass sie Objekte von weniger als einem Meter Durchmesser unterscheiden können.
Abgesehen von den Pyramiden, deren Alter und Bedeutung noch bestimmt werden müssen, deuten die Satelliten-Daten an, dass das alte Ägypten viel dichter besiedelt war als bislang vermutet. „Man unterschätzt leicht Größe und Umfang frühgeschichtlicher Siedlungen“, erläutert Dr. Parcak.
Datum: 26.5.2011
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Pharaonenreich, Ägypten, Pyramiden, Satelliten-Archäologie
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