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Ungewöhnlich schwere Goldmünze aus Ptolemäerzeit


Ein Archäologenteam hat eine knapp 28 Gramm schwere Goldmünze bei Ausgrabungen im israelischen Tell Kedesch gefunden. Die Münze wurde im Jahr 191 v. Chr. während der ptolemäischen Besatzungszeit geprägt.


Laut Donald Ariel von der israelischen Antikenverwaltung handele es sich um die schwerste antike Münze, die in Israel bisher entdeckt worden ist. Zum Vergleich: Andere Münzen aus jener Zeit wiegen gerade einmal zwei Gramm. Laut einer Pressemitteilung der Altertumsbehörde sei das Porträt der Königin Arsinoë II. (316-270 v. Chr.) abgebildet.

Auf der Rückseite befinden sich zwei überschneidende Füllhörner, ein Symbol für die Herrscherin. Die Münze ist erst 80 Jahre nach dem Tod der Königin entstanden. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Münze zum Gedenken an Arsinoë II. erstellt worden ist und sich nie als Währungsmittel im Umlauf befunden hat.

Arsinoë hatte in dritter Ehe ihren Bruder Ptolemaios II. geheiratet. Ihr Brudergemahl ließ sie schon zu Lebzeiten als Göttin verehren, indem er sie mit der ägyptischen Göttin Isis gleichsetzte.

Maxi Danz


Datum: 19.8.2010
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Goldmünze, Tell Kedesch, Donald Ariel, Ptolemäer, Arsinoë II.
 
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