635 Millionen Jahre alte Fossilien beweisen frühes Leben auf der Erde
Es scheint, dass tierische Lebensformen bereits 70 Millionen Jahre früher als bisher angenommen existiert haben: Wissenschaftler der Princeton University entdeckten rund 650 Millionen Jahre alte Fossilien von schwammartigen Kreaturen. Die Urtiere lebten an ehemaligen Ozeanriffen in Südaustralien und befanden sich unter eiszeitlichen Ablagerungen.
Es handelt sich um einen echten Zufallsfund, wie der Geowissenschaftler Professor Adam Maloof in einer Pressemitteilung der Princetion University berichtet. Sein Team erforschte das Gestein im Rahmen eines Projektes, dass sich auf die sturtische Eiszeit konzentrierte. Während der sturtischen Eiszeit, der letzte Phase des Cryogeniums, soll die Erde beinahe vollkommen vereist gewesen sein. Maloof erklärt weiter, dass er und sein Team bei den entnommenen Gesteinsproben immer wiederkehrende Muster bemerkt hätten. Aber erst im zweiten Forschungsjahr realisierten sie, dass es sich hierbei um fossile Organismen handeln müsse.
Um mehr über die Fossilien zu erfahren, erstellte das Team ein drei-dimensionales Modell. Dank dieser digitalen Rekonstruktion erkannten die Wissenschaftler schwammähnliche Organismen in den steinernen Ablagerungen. Laut Maloof konnten die Wissenschaftler allerdings noch nicht klären, wie die Tiere die Eiszeit überleben konnten.
Vor diesem neuen Fund galt das 550 Millionen Jahre alte Namacalathus, wahrscheinlich Verwandte der Nesseltiere, als ältester fossiler Beweis eines Tierkörpers. Die ältesten schwammartigen Tiere sind bisher auf 520 Millionen Jahre geschätzt worden.
Maxi Danz
Datum: 20.8.2010 Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Fossil, Princeton University, Schwamm, Südaustralien, Adam Maloof, Namacalathus, sturtische Eiszeit
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