Plateauschuhe lange vor den 1970er Jahren beliebt Nicht erst John Travolta und das Discofieber der 1970er Jahre machten Plateauschuhe populär. Schon zu Zeiten der Renaissance trugen Frauen in Spanien und Italien dieses Schuhwerk.
Diese galten im 16. Jahrhundert vor allem als Symbol großen Reichtums, waren aber in hohem Maße unpraktisch. Wie eine noch bis zum 20. September laufende Ausstellung im Bata Shoe Museum im kanadischen Toronto zeigt, waren manche dieser Plateaus bis zu 50 Zentimeter hoch. Mehr Stelzen als Schuhe war es den wohlhabenden Damen daher oft unmöglich, ohne Hilfe zu laufen. Zur Grundausstattung gehörten neben den Schuhen deshalb auch in der Regel zwei Diener, die als Stützen fungierten.
Laut der Museumskuratorin Elizabeth Semmelhack gehe die Geste, Frauen einen Arm anzubieten auf jene Zeit zurück, in der Frauen diese kleine Hilfe benötigten, um überhaupt vorwärts zu kommen.
Männer trugen übrigens im 17. Jahrhundert vergleichbares Schuhwerk. Lange halten konnte sich diese Mode aber nicht. Abgesehen von der kurzen Zeit der 1970er Jahre sind Absätze seitdem immer Bestandteil von Frauenbekleidung geblieben.
Marco Schrage
Datum: 26.2.2010 Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Plateauschuhe, Renaissance, Ausstellung, Bata Shoe Museum
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