Barbarossa kommt nach HerneDas LWL-Museum in Herne kann in seiner neuen Ausstellung "Aufruhr 1225!" mit einem hochkarätigen Exponat aufwarten: In der am 27. Februar beginnenden Schau präsentiert das Haus den sogenannten Cappenberger Kopf. Es handelt sich dabei um ein rund 30 Zentimeter großes Abbild Friedrich Barbarossas und damit um das älteste plastische Bildnis eines deutschen Kaisers mit individuellem Charakter.
Für die vergoldete Bronzeplastik haben die Ausstellungsmacher einen besonderen Platz geschaffen: Eine originalgetreue Kopie der Grabplatte des Klostergründers Gottfried von Cappenberg. "Auf der Platte hat Barbarossa womöglich schon vor 700 Jahren gestanden", so der Projektleiter Dr. Stefan Leenen.
Im mittlerweile aufgelösten Kloster Cappenberg bei Selm wurde die hohle Büste über Jahrhunderte als Behältnis für eine Reliquie des Evangelisten Johannes genutzt. Vermutlich stand sie auf einem eigens gefertigten kreuzförmigen Sockel auf der Grabplatte Gottfrieds. Den Kopf des Klosters vermacht hatte Gottfrieds Bruder Otto von Cappenberg. Dieser war ein Taufpate Barbarossas und hatte den idealisierten Kopf dereinst als Geschenk vom Kaiser erhalten.
Die Ausstellung „AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen", läuft vom 27. Februar bis 28. November 2010 im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Marco Schrage
Datum: 5.2.2010 Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Friedrich Barbarossa, deutscher Kaiser, vergoldete Bronzeplastik, LWL-Museum Herne, Aufruhr 1225 |