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Grund für Verwitterung des Kölner Doms


Ein neues Pilotprojekt erforscht die Ursachen der raschen Verwitterung am Kölner Dom. Wie die Deutsche Bundesstiftung für Umwelt mitteilt, erhoffen sich Denkmalpfleger eine langfristige Verbesserung der Sanierungsarbeiten.

Abgase und Wetter setzen seit Jahrzehnten dem alten Dom zu. Doch laut der Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner scheint es noch ein weiteres Problem zu geben: Im Laufe der Jahrhunderte sind fast 50 verschiedener Natursteine für den Bau verwendet worden. So wurden unterschiedliche Sand – und Kalksteine, aber auch mittelalterlicher Trachyt miteinander vermischt. Diese Baustoffe könnten sich gegenseitig negativ beeinflussen, da die Materialien zum Beispiel eine unterschiedliche Ausdehnung besitzen. Aus diesem Grund sei es das Ziel des Pilotprojektes, verlässliche Kriterien zu erkennen, die ein sinnvolles Austauschen von Baumaterialien ermöglichen, erklärt Schock Werner. Im Rahmen des Projektes sollen die entnommenen Gesteinsproben im Labor mit Hilfe von modernen Analysemethoden, wie zum Beispiel der Röntgenfluoreszenzanalyse, untersucht werden.

Das Projekt wird von der Universität Göttingen und der Technischen Universität Dortmund wissenschaftlich begleitet. Die Deutsche Bundesstiftung für Umwelt (DBU) steuert zu dem 280.000 Euro teuren Unternehmen rund 125.000 Euro bei. Der Generalsekretär der DBU Dr. Fritz Brickwedde meint, dass das Projekt ein grundsätzliches Problem in der Denkmalpflege aufgreife. Das Vorhaben habe daher Modellcharakter. Deshalb hofft er, dass man das neu erworbenen Fachwissen später auch an weiteren Objekten anwenden könne.

Maxi Danz



Datum: 26.08.2010
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

 Kölner Dom, Denkmalpflege, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner

 


 
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