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Turiner Grabtuch als Massenproduktion?
Im Mittelalter gab es über 40 Reliquien aus dem Grab von Jesus Christus, wie ein italienischer Wissenschaftler nun behauptet.
Antonio Lombatti von der Universität in Parma geht davon aus, dass das berühmte Turiner Grabtuch kein Unikat ist. Insgesamt hätten in den vergangenen Jahrhunderten über 40 angebliche Relikte aus der Begräbnisstätte von Jesus existiert. Die meisten von ihnen, so der Historiker, wurden während der Französischen Revolution vernichtet. Bis dahin seien die Heiligtümer in unterschiedlichen Varianten vorgekommen: als Kleidungsstück oder Laken, mal mit Blutfleck oder Gesichtsabdruck und mal ganz ohne etwas. Seine Ergebnisse stützt Lombatti auf die Forschungen eines französischen Historikers aus dem 19. Jahrhundert, der sich mit entsprechenden mittelalterlichen Dokumenten befasste.
Das Turiner Grabtuch ist eine der berühmtesten Reliquien der Welt. Auf ihm soll das Antlitz von Jesus Christus zu sehen sein. Historisch nachweisen lässt es sich ab dem 14. Jahrhundert. Der französische Ritter Geoffroy de Charny hat es 1346 während eines Kreuzzuges in der Türkei bekommen und von dort nach Mitteleuropa gebracht. Analysen des Stoffes zeigen, dass es zwischen Mitte des 13. und Ende des 14. Jahrhunderts entstanden sein muss.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im elften Teil unserer Serie „Rätsel der Geschichte“: „Das Turiner Grabtuch. Ein wahres Abbild Jesu?“. Das Heft 05/11 liegt für Sie noch zum Nachbestellen bereit.
Dominik Feldmann
Datum: 13.6.2012
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Turiner Grabtuch, Jesus Christus, Reliquie, Mittelalter, Antonio Lombatti
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