Freigabe von Stasi-Akten zeigt: NS-Funktionäre bei BND Gerade freigegebene Stasi-Akten haben die Nazi-Vergangenheit von bundesdeutschen Agenten und Polizisten offengelegt. Zwei Ordner aus einem Sammelbestand von insgesamt 27 Ordnern, dem „Forschungsvorgang 5/72“ sind nun der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Akten wurden in den Jahren 1971 bis 1980 erstellt und wurden 2000 als vertraulich erklärt. Nach Informationen der Berliner Zeitung, deren Redaktion Einsicht in die Akten hatte, sind insgesamt 18 von Bundesnachrichtendienst - Mitarbeiten, Verfassungsschützer und Polizeibeamte aus Schleswig-Holstein, Hamburg und West-Berlin genannt.
In zwölf Fällen sind den Akten Unterlagen aus NS-Archiven beigelegt worden, die die Betreffenden als Nazi-Kriegsverbrecher belasten. Das Material wurde - laut dem Zeitungsbericht - vom Ministerium für Staatssicherheit gesammelt, um einerseits personelle Kontinuitäten zwischen Nazi-Deutschland und der Bundesrepublik nachzuweisen. Andererseits wollte man mit den Akten die Westdeutschen erpressen und zur Zusammenarbeit mit der Stasi zwingen.
Warum ausgerechnet die zwei Ordner aus dem Bestand von 27 bisher gesperrt waren, gab die Behörde laut Berliner Zeitung nicht an. Aber auch die anderen 25 Ordner enthalten Informationen über die Nazi-Vergangenheit zahlreicher Westspione und Größen aus der Politik und Wirtschaft der BRD.
Christine Strotmann
Datum: 12.7.2010 Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Birthler-Behörde, Stasi-Akten, Nationalsozialisten, Bundesrepublik Deutschland
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