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Offenbar Gräber von NS-Euthanasieopfern in Österreich entdeckt


Bei Grabungsarbeiten auf dem alten Anstaltsfriedhof des Landeskrankenhauses in Hall/ Tirol wurden die Überreste von 220 Personen entdeckt. Es besteht der Verdacht, dass zumindest ein Teil von ihnen im Rahmen der NS-Euthansiepolitik ermordet wurde.

Wie „Der Standard“ auf seiner Internetseite berichtet, sollte der Friedhof, der sich im Bereich der Psychiatrie des Landeskrankenhauses befindet, für ein geplantes Bauprojekt ausgehoben werden. Nachforschungen des Krankenhausbetreibers Tilak hätten jedoch ergeben, dass die Toten zwischen 1942 und 1945 dort bestattet worden seien.

Ob es sich bei ihnen tatsächlich um Opfer des NS-Euthansieprogramms handelt, soll eine Expertenkommission klären, zu deren Aufgabe auch die Identifizierung der Verstorbenen gehören wird. Die Grabungsarbeiten wurden indes ausgesetzt.

C.R.


Datum: 3.1.2011
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

Euthanasie, Tirol, Gräber, Landeskrankenhaus Hall

 

 
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