Pinochet-Vertrauten wird der Prozess gemacht
Vor einem Pariser Gericht wurde Anklage gegen 14 Mitglieder des ehemaligen chilenischen Militärregimes erhoben. Sie werden für die Verschleppung von vier Franzosen in den 1970er Jahren verantwortlich gemacht.
Unter den Beschuldigten ist auch der frühere Chef der Geheimpolizei, Manuel Contreras. Er und seine Mitangeklagten sollen maßgeblich an dem Verschwinden von vier Franzosen beteiligt sein, die vermutlich während der Zeit der Militärdiktatur des Augusto Pinochet ermordet wurden. Darunter ein Berater von Präsident Salvador Allende, der 1973 dem Militärputsch zum Opfer fiel.
Der Prozess findet in Abwesenheit der Angeklagten statt. Contreras wurde in Chile bereits zu 400 Jahren Haft verurteilt. Er soll mitschuldig an einer Vielzahl der politischen Morde sein, die das Regime während der Diktatur von 1973 bis 1990 verübte. Zudem liefert Chile grundsätzlich keine Staatsbürger aus. Die Anwältin der Familien der Opfer, Sophie Thonon, sagte dazu: „Chile wird ihr Gefängnis sein und wenn sie eine Grenze überschreiten, werden sie festgenommen werden.“
Christine Richter
Datum: 9.12.2010
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Pinochet, Chile, Militärdiktatur, Frankreich, Prozess, Salvador Allende
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