Tödlicher Sturm am Everest? Der tragisch gescheiterte Erstbesteigungsversuch des Mount Everest durch George Mallory und Andrew Irvine im Juni 1924 ist von vielen Fragezeichen umgeben. Neue meteorologische Forschungen liefern nun eine Erklärung für den Bergtod der Pioniere: ein plötzlicher Sturm mit extremem Luftdruckabfall.
Ihr Begleiter sah Mallory und Irvine das letzte Mal am 8. Juni 1924, als sie hinter dem Nordwestgrat des höchsten Berges der Welt verschwanden. Ob sie den Gipfel erreichten und wie und warum sie verunglückten, blieb eines der großen Rätsel des Alpinimsus'. Auch die Entdeckung von Mallorys Leiche 1999 lieferte keine endgültigen Aufschlüsse.
Forscher der Royal Geographic Society haben nun die Aufzeichnungen der Everest Expedition von 1924 genauer studiert und festgestellt, dass der meteorologische Report des Basislager zum Zeitpunkt von Mallorys und Irvines Angriff auf den Gipfel einen jähen Absturz des Luftdrucks um 18 Millibar verzeichnete. Dieser ungewöhnlich hohe Druckabfall lässt auf einen plötzlich einsetzenden Sturm schließen. Es dürften aber weniger die Windböen gewesen sein, welche die Bergsteiger töteten. Dr. John Semple, Toronto, erklärt:"In der Nähe des Everestgipfels reicht der Sauerstoff kaum aus, um Leben zu erhalten. Bereits ein Druckabfall von 4 Millibar kann zum Kollaps führen."
Ob dieser fatale Wetterumschwung aber eintrat, bevor Mallory und Irvine womöglich den Gipfel erreichten oder danach, darüber geben die Notizen keine Auskunft.
Datum: 9.8.2010 Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Mount Everest, Erstbesteigung, Mallory, Sauerstoffmangel
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