Das aktuelle Heft
  (ab 25.05. am Kiosk)


Mehr G-Geschichte.de
Aktuelle Ausstellungen Austellungen im internet
Hier gelangen Sie in die Shop-Übersicht Kunden-Login


Abo | Studentenabo
Einzelhefte | Sonderhefte | G/Wissen


Warenkorb anzeigen
Archiv-Tipp
Paris - eine Stadt und ihre Geschichte
Paris - eine Stadt und ihre Geschichte

[Mehr Infos zu dieser Ausgabe]

Leserreise Israel Leserreise Israel
Newsletter abonnieren
Sie haben ein Problem entdeckt oder Fragen? Hier klicken...

News




Archäologie im Sinne der Regierung


Die ägyptische Altertümerverwaltung (SCA) hat jahrzehntelang zur wirtschaftlichen Existenz des Mubarak-Regimes maßgeblich beigetragen. Unter anderem mit den Einnahmen des Nationalmusums in Kairo.


Rund 1 Million ägyptische Pfund, 125.000 Euro, nimmt das ägyptische Museum in Kairo täglich ein, so die ehemalige Generaldirektorin Wafaa el-Saddik. Das habe sie aber nie für Projekte im Museum verwenden dürfen. Es sei immer direkt an die Regierung Mubaraks abgeführt worden. Damit meint sie die ägyptische Altertumsbehörde, die das Regime so jahrzehntelang finanziell unterstützt hat.

Das ägyptische Kulturerbe scheint eine hervorragende Einnahmequelle zu sein, wie aus einer Liste hervorgeht, die der autokratische Generalsekretär der Behörde, Zahi Hawass, im Internet veröffentlicht hat. Wer zum Beispiel den Platz vor den Pyramiden von Gizeh mieten will muss 15.000 ägyptische Pfund zahlen; ein nicht-ägyptischer Journalist, der im Nationalmuseum von Alexandria filmen oder fotografieren will, zahlt 2000 bzw. 500 Dollar. Werden die Aufnahmen weiter verkauft, kassiert der SCA noch einmal 25 Prozent Tantiemen. Rechenschaft musste Hawass bislang nur direkt gegenüber dem Kulturminister ablegen, und der heißt seit 24 Jahren schon Farouk Hosni, der in der Gunst des Präsidenten steht.

Noch mehr Geld als mit den Eintrittsgeldern machte Hawass mit Ausstellungspaketen in aller Welt, wie schon in den 1980ern. Damals waren mit der „Tut-Schau“ rund 11 Millionen Dollar eingespielt worden. Das Geld sei direkt an die Altertumsbehörde gegangen, in Eurobonds angelegt und auf ein Konto auf der griechischen Insel Rhodos deponiert worden, so der damaligen Met-Direktors Thomas Hoving 2004. Angeblich war der „Tut-Fonds“ da bereits auf 35 Millionen Dollar angestiegen.

Lisa Schmitz


Datum: 9.2.2011
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

Ägypten, Husni Mubarak, Zahi Hawass, Regime, Archöologie, Tutanchamun

 

 
 
Geschichte-Forum | Kontakt | Impressum | AGB | Widerrufsbelehrung | Stellenangebote
Links | Feedback | Medienlisten | Mediadaten