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Artefakte eines afroamerikanischen Dorfes unter dem Central Park entdeckt


Zehn Jahre lang erforschte ein Team von Wissenschaftlern das Gebiet um und unter dem Central Park. Die überraschende Erkenntnis: Vor knapp 150 Jahren hat sich genau an dieser Stelle ein afroamerikanisches Dorf befunden. Seit kurzem dürfen die Forscher dort auch Grabungen durchführen. Was sie ans Tageslicht befördern, wird sie die nächsten Monate, wenn nicht sogar Jahre, beschäftigen.

Zahlreiche bisher gefundene Artefakte bestätigen, dass sich in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts eine Gemeinschaft genau dort angesiedelt hatte, wo rund 30 Jahre später der Central Park geschaffen wurde. Mehr als 60 Prozent der Einwohner dieser Siedlung, die sich von der 82. bis zur 89. Straße erstreckte, waren Afroamerikaner, der Rest Europäer, die meisten davon Iren.

Das Team konzentriert auf zwei Standpunkte: Zum einen auf den Hof einer gewissen Nancy Moore und zum anderen auf das Haus von William G. Wilson, einem Kirchendiener. Es wurden Grundmauern aus Stein und unzählige archäologische Kostbarkeiten gefunden, so zum Beispiel ein eiserner Teekessel, eine verrostete Bratpfanne, eine steinerne Bierflasche oder altes chinesisches Porzellan. Der beeindruckenste Fund ist jedoch ein kleiner Kinderschuh, der den Wissenschaftlern aufzeigte, dass sie im Begriff sind, das Leben realer Menschen ans Tageslicht zu befördern.

Für die Zukunft ist neben der genauen Sichtung aller Gegenstände auch eine Untersuchung des vermeintlichen Schmutzes, der an den Gegenständen haftet, geplant. Diese Prüfung kann beispielsweise Samen oder Pollen nachweisen. Mit deren Hilfe könnten wiederum Aussagen über die Umweltbedingungen oder auch über das Obst und Gemüse, das die Bewohner in ihren Gärten anpflanzten, gemacht werden.

Julia Rienäcker
 


Datum: 5.8.2011
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

Central Park, New York, Afroamerikaner

 

 
 
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