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Das national wertvolle Kulturgut wird um die Himmelsscheibe von Nebra erweitert


4. Juli 1999: Zwei Schatzsucher durchsuchen mit Metallsuchgeräten den Wald auf dem Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt. Auf einmal gibt eines der beiden Geräte einen Laut von sich: Es wurde etwas metallenes entdeckt. Einige Stunden später halten die beiden Männer eine alte Scheibe in der Hand, Durchmesser ca. 31 Zentimeter. Wert? Unbekannt.

Am heutigen Tag (Donnerstag, 12.1.2012) wird diese Scheibe in das Verzeichnis des national wertvollen Kulturguts aufgenommen. Nach vielen Jahren der genauen Untersuchung konnte die ursprüngliche Bedeutung und auch der Wert der Himmelsscheibe deutlich gemacht werden. Die heute grünlich schimmernde bronzene Himmelsscheibe weist mehrere Goldsymbole auf ihrer Oberfläche auf. Diese Symbole wurden als genaue Abbildung des Sternenhimmels erkannt: Schiff, Sonne, Mond und 32 Sterne sind dort zu finden. Auch die Bedeutung der „Himmelsscheibe von Nebra“ ist heute bekannt: Die knapp 2 Kilogramm schwere Scheibe wurde von den Menschen in Mitteldeutschland vor gut 3600 Jahren benutzt, um mit einer komplizierten Technik zum ersten Mal in Europa den Himmel abzubilden. Ähnliche Leistungen sind bisher nur von den Ägyptern bekannt. Die Scheibe gilt als Kultobjekt, aber auch als Sonnen- und Mondkalender und revidiert das Bild „des dummen Nordeuropäers“, das teilweise vorherrscht, vollständig.

Seit 2008 kann die Himmelsscheibe im Landesmuseum in Halle bestaunt werden und erweist sich auch als wichtiger Garant für den Kulturtourismus in Sachsen-Anhalt. 

Julia Rienäcker


Datum: 12.1.2012
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

Himmelsscheibe von Nebra, Kulturgut, Sachsen-Anhalt

 
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