Der Letzte des Ersten Weltkriegs
Mehr als 70 Millionen Soldaten waren im Ersten Weltkrieg im Einsatz. Der letzte von ihnen starb jetzt im Alter von 110 Jahren.
Er gilt als der letzte Kriegsveteran aus dem Ersten Weltkrieg. Der Brite Claude Choules verstarb im australischen Perth.
Der junge Choule, der sich im jugendlichen Alter von 14 Jahren noch euphorisch für den Kriegsdienst bei der Royal Navy meldete, gab bei der Registrierung ein höheres Alter an, um rekrutiert werden zu können. 1918 war er Zeuge, als die wilhelminische Kriegsflotte in Scapa Flow versenkt wurde: Der Krieg gegen die Deutschen und Österreicher war entschieden. Die Begegnungen mit dem Krieg waren für Choules prägend: Er nahm nie an den Jahresfeiern zum Weltkriegsende teil und sperrte sich gegen eine Glorifizierung des Kriegs.
1926 verlegte Choules seinen Wohnsitz nach Australien und trat dort bei den australischen Seestreitkräften ein. Der Marineoffizier diente bis 1956 und wurde dann pensioniert.
Der letzte männliche Kriegsveteran und seine bereits verstorbene Frau Ethel hinterlassen drei Kinder, elf Enkel und 22 Urenkel. Eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2009 mit dem Titel „The Last of the Last“ gibt seine Erinnerungen zum Kriegsgeschehen wieder. Als einer, der den Krieg hasste, so bleibt der Brite Claude Choules seinen Angehörigen in Erinnerung.
Robert Bräutigam
Datum: 6.5.2011
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
Erster Weltkrieg, Veteran, Claude Choules, Scapa Flow
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