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Deutsche Bahn fordert weiterhin Gebühren von der Initiative „Zug der Erinnerung“


Der Streit zwischen der Initiative „Zug der Erinnerung“ und der Deutschen Bahn bleibt weiterhin bestehen. Der Bitte der Initiative, die anfallenden Gebühren von 60 000 Euro pro Stationstopp zu erlassen, werde man nicht nachkommen.

Etwa 60 000 Euro fallen pro Station für die rollende Ausstellung  „Zug der Erinnerung“ an. Darin enthalten sind Trassennutzung, Stromkosten und Stationsstopp. Der Zug, welcher von einer historischen Dampflok gezogen wird, hat bisher 35 Bahnhöfe angefahren. In den Waggons wird der Deportation der europäischen Juden im „Dritten Reich“ gedacht. Im Januar hatten mehrere Verkehrsexperten der Bundestagsfraktionen, auf Bitte der Initiative, Bahnchef Mehdorn um einen Erlass der Gebühren gebeten. Die Bahn jedoch verweigert dies und will stattdessen 100 000 Euro an eine gemeinnützige jüdische Einrichtung spenden.

Der Bahn-Vorstand Otto Wiesheu argumentierte, dass die Ausstellungsmacher ihre Erinnerungsarbeit mit einer Initiative gegen die Deutsche Bahn verbänden, „deren Tenor es ist, das heutige Unternehmen leugne die Geschichte der Reichsbahn im Nationalsozialismus“. Wiesheu sagte weiterhin, dass man sich dem Druck nicht beugen werde.

Dass die Bahn nun an eine jüdische Einrichtung spenden will, sieht in den Augen des Grünen-Verkehrsexperten Winfried Hermann nach „Bestrafungsspende“ aus. Er glaubt nicht, dass eine jüdische Organisation das Geld annehmen werde. Hermann wird nun mit seinen Ausschusskollegen weiterhin an die Bahn schreiben

Datum: 08.04.2008
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

Deutsche Bahn, Gebühren, Holocaust, Mehdorn, Streit, Zug der Erinnerung

 
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