Einzeltat oder Komplott bei Dutschkes Attentaeter Am 11. April 1968 schoss Josef Bachmann auf Rudi Dutschke. Kampagnen der Springer-Presse sollen der 23-Jährige aufgehetzt haben. Ein Einzelgänger? Stasi-Akten zeigen nun rechtsextreme Hintergründe des Täters.
Der Rudi Dutschke-Attentäter als Neonnazi, gedeckt von der Polizei? Nach einen Spiegelbericht sind bisher unbekannte Stasi-Akten aufgearbeitet, die nähere Informationen zu den Hintergründen des Attentats liefern. Passend zum 30. Todestag von Rudi Dutschke am 24. Dezember entflammt die Diskussion um den Kopf der Studentenproteste der 1960er Jahre neu. Der Studentenführer starb an den Folgen eines Attentats, das der Anstreicher Josef Bachmann auf ihn verübte. Die Tat soll wenig politisch motiviert gewesen sein, die Kampagnen der Springer-Pressen hätten Bachmann aufgehetzt. In der instabilen Zeit der jungen Bundesrepublik eine durchaus schicksalshafte politische Aktion. Nun kommen Zweifel auf: Der Spiegelbericht beleuchtet die Arbeit des Buchautors Tobias von Heymann. Dieser stieß bei der Recherche auf Stasi-Akten, die die politischen Hintergründe Bachmanns hinterfragen. Sie attestieren dem Mann rechtsradikale Verbindungen. Ein Attentat auf Walter Ulbricht soll geplant gewesen sein, Anschläge auf die Grenze zur DDR soll er ebenfalls verübt haben. Ein Doppelagent und rechte Polizisten waren ebenfalls Figuren im Peiner Umfeld Bachmanns. All diese Aspekte fanden bei den Ermittlungen des Falls keine Berücksichtigung. Was wäre wenn, dies der Öffentlichkeit damals bekannt gewesen wäre ...
Datum: 9.12.2009 Den Inhalt beschreibende Stichwörter:
68er, Dutschke, Josef Bachmann, SDS, Stasi-Akten
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