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Interaktives Mahnmal für Opfer der NS-Euthanasie entsteht

Für die Opfer der so genannten „Aktion T4“: Der Paritätische Wohlfahrtsverband plant mit seinen Partnern ein von der EU gefördertes virtuelles Projekt.

Ähnlich wie die Juden und die Sinti und Roma passten Behinderte und unheilbar Kranke nicht  in das nationalsozialistische Rassenideal. Unter dem Deckmantel des „Gnadentods“ wurden auch sie systematisch ermordet. Oft mit Hilfe von Ärzten und Pflegepersonal. Der bürokratische Titel hierfür war „Aktion T4“ benannt nach der Tiergartenstraße 4 in Berlin. Hier war die geheime Zentraldienststelle untergebracht, in der die Massenvernichtung geplant wurde.

Unter der Internetadresse „gedenkort-T4.eu“ soll innerhalb des nächsten Jahres ein virtuelles und interaktives Mahnmal entstehen, das weltweit für jeden unabhängig von Wohnort, Alter, Herkunft oder Bildung erreichbar ist.

Die Initiatoren setzen auch auf die Mitarbeit von betroffenen Familienangehörigen, die ihre Erinnerungen oder Dokumente und Fotos aus zur Verfügung stellen können.
Weitere Informationen: gedenkort-T4.eu


C.R.

 


Datum: 10.12.2010
Den Inhalt beschreibende Stichwörter:

Aktion T4, Euthanasie, Mahnmal, Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin

 

 
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